Zu Gast in einem ehemaligen Wasserwerk: eine Homestory.

Wohnen im alten Wasserwerk in Stade-Ottenbeck Dörthe und Stephan Holst

Es gibt ja diese Wohnungen, da kommt man rein und ist gleich ein kleines bisschen neidisch.

Alles sieht aus wie in der neuesten Ausgabe von Schöner Wohnen. Selbst die Kinder und der Hund. So ging es mir bei Dörthe und Stephan Holst. Die beiden leben in einem umgebauten ehemaligen Wasserwerk. Der Bau an sich ist ein Traum, aber was die beiden daraus gemacht haben noch mal eine Klasse für sich.

Das Architekturbüro, dem dieser Umbau zu verdanken ist, heißt Cappel + Reinecke und hat seinen Sitz – kein Witz – in Himmelpforten. Entsprechend himmlisch ist auch das Resultat. Viel Licht, viel Raum, aber auch viele Details, die die Architektur des ehemaligen Wasserwerks wieder aufnehmen und ganz zauberhaft integrieren.
Das Wohnzimmer erstreckt sich über beide Etagen. Im oberen Stockwerk befindet sich neben weiteren Wohnräumen ein offenes Arbeitszimmer, das nur durch ein Geländer begrenzt ist und so das Gefühl von Weite und Leichtigkeit noch verstärkt.

Wohnen im alten Wasserwerk in Stade-Ottenbeck Einblick

Passend dazu haben Holsts viel Weiß und viele Naturtöne in ihre Inneneinrichtung integriert. Ich sage nur: Armani Greige. Eine Mischung aus Grau und Beige, nicht zu kühl, nicht zu warm, nicht zu verwechseln mit der Farbe klassischer Rentneranoracks. Besonders toll finde ich übrigens das neu in armani-greige-farbenem Wollstoff bezogene Rolf Benz Sofa samt Sessel.

Es sind ganz winzige, liebevolle Details, die dieses Haus so besonders machen.

Wohnen im alten Wasserwerk in Stade-Ottenbeck Dörthe Wohnzimmer

Das Muster der Kissen, das sich in den Servietten und Servierschalen auf dem Esstisch widerspiegelt. Die wenigen, aber wirkungsvollen Dekoelemente, die immer wieder die sanften Naturtöne aufgreifen. Und selbst der Hund passt in dieses stilvolle Bild.

Wohnen im alten Wasserwerk in Stade-Ottenbeck mit Hund

Dörthe und Stephan hatten zum Frühstück geladen. Und ich kann wirklich sagen:

So geht Frühstück in style!

Wohnen im alten Wasserwerk in Stade-Ottenbeck
Es war alles, wirklich alles da, was zu einem guten Frühstück gehört. Und noch ein bisschen mehr. Rührei, Lachs und sogar Trauben-Käse-Spießchen, die zu meinen persönlichen Highlights zählen. Was soll ich sagen, so eine Kindheit in den 1970er Jahren hinterlässt halt Spuren.
In der offenen Küche mit großem Esstisch und Blick auf die Terrasse fühlt man sich sofort willkommen und kann ganz entspannt den versierten Gastgebern beim Rührei-Braten zuschauen.

Man sagt den Norddeutschen ja eine gewisse Reserviertheit nach. Bestätigen kann ich das für die beiden jedenfalls nicht: Wir quatschen und lachen bis weit in den Nachmittag, und nicht nur, aber sicherlich auch wegen des köstlichen, selbstgemachten Eierlikörs, den man uns kredenzt.
Wohnen im alten Wasserwerk in Stade-Ottenbeck Frühstück mit Eierlikör

Am Ende wird eines sehr deutlich. Die Architektur ist eine gute Grundlage, aber wie Familie Holst ihr Haus mit Leben füllt, das ist es, worauf man eigentlich neidisch sein muss.
Wie gut, dass sie so viel von diesem Leben mit ihren Gästen teilen!

 

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