Mauve iknmlo BoJack BoCouture Clarins ü40 Blog ü50 Modeblog ü60 Fashionblog

Zu Gast bei …Theresa Haala

Screen Shot 2015-12-06 at 11.15.41

Theresa Haala ist Marketing Communications Manager in der Porzellanmanufaktur KPM in Berlin. Uns verrät sie, warum Kaffee besser aus Porzellantassen als aus Pappbechern schmeckt, welches ihre Berliner Lieblingslokale sind, dass sie Mitbegründerin eines Crocket-Vereins ist und warum sie Maßkleidung trägt.

Sieht man Sie manchmal durch die Stadt gehen und  Kaffee aus dem Pappbecher trinken? Kaffee wird heute wie „fast food“ genutzt und dementsprechend auch aus Pappbechern getrunken. Das spricht nicht wirklich für die Qualität, aber es entspricht unserer Zeit. Für mich ist Kaffee ein absolutes Genussgetränk. Man sollte sich Zeit für eine Tasse Kaffee nehmen. Pappbecher geben Geschmack an den Kaffee ab, sie verfälschen seinen Geschmack. Kaffee aus einer neutralen Porzellantasse schmeckt einfach besser. Natürlich ist es auch emotional ein anderes Erlebnis, wenn man eine schöne Porzellantasse in der Hand hat.

Es gibt andererseits auch die Tendenz, besondere Kaffeebohnen zu verarbeiten und für 20 Euro pro Tasse anzubieten. Könnte Sie das reizen? Ja, durchaus. Ich bin Kaffeetrinkerin, am liebsten trinke ich ihn ganz klassisch. Schwarz, ohne alles. Beruflich habe ich engen Kontakt zur Berliner Kaffeerösterei, da wir ab und zu miteinander arbeiten. Neulich habe ich an einem Tasting teilgenommen und fand es sehr interessant, die Unterschiede zwischen den verschiedenen Bohnensorten heraus zu schmecken.

Das schönste Café und ihr Lieblingsrestaurant in Berlin? Ich mag das Café Baier in der Schlossstraße in Steglitz sehr gerne. Es ist immer noch ein Geheimtipp; ein altes, kleines Jugendstil-Café, wo Brot und Kuchen noch selber gebacken werden. Essen gehe ich selten, aber eines meiner liebsten Restaurants ist das „Mar y Sol“, ein Spanier am Savignyplatz in Charlottenburg. Das Ambiente ist dort sehr schön, im Sommer mit einem kleinen Brunnen und blätterüberwachsendem Dach, sehr hübsch. Ich mag aber auch dieses gesellige Tapas Essen sehr gern.

Lieber essen gehen oder lieber zu Hause kochen? Unbedingt zu Hause kochen. Ich mag es gern bodenständig, die alte Hausmannskost, da bin ich aus der alten Schule. Die Klassiker, Königsberger Klopse und Eintöpfe im Winter.

Welche Erinnerungen haben Sie an Ihr Kindergeschirr? Es war kein richtiges Porzellan, sondern Töpferware, eher dunkel. Jedes Teil sah anders und wie selbstgemacht aus.

Welches ist für Sie das schönste Service? Arcadia von KPM. Ich mag das Spiel mit dem Purismus, die Mischung zwischen glasiert und unglasiert, die Medaillons aus der griechischen Mythologie und dass sie Geschichten erzählen.

Wie decken Sie Sonntagmorgens Ihren Frühstückstisch ein? Da bin ich tatsächlich sehr ausgiebig. Das Frühstück am Sonntagmorgen ist für mich ein heiliges Thema. Da wird groß aufgefahren, mit Platten und Schalen. Eier dürfen nicht fehlen, ein Obstsalat – alles, was zum großen, sehr ausgiebigen Frühstück dazu gehört. Aber leider wirklich nur am Sonntag.

Was befindet sich in Ihrem Picknickkorb? Beim Picknick mag ich es gerne verspielt, was ich sonst Zuhause nicht so schätze. In meinem Picknickkoffer ist das Kurland Geschirr von KPM. Ich finde, es passt so gut zum Thema Picknick. Außerdem habe ich meist Salate drin, Früchte, Brot, Wein, Käse und natürlich Gläser und Besteck. Ich finde, wenn man schon picknickt, dann auch richtig. Wir fahren meist ins Umland, manchmal auf eine Wiese, manchmal ans Wasser. Ich mag gerne Orte, die nicht so voll sind. Mir gefällt das entspannte, ungezwungene Zusammensein. Wir haben meist ein Crocketspiel dabei. Meine Freunde und ich haben 2013 einen Crocket-Verein gegründet. Wir spielen russisches Crocket. Die Regeln sind ein bisschen anders und man braucht nicht so ein ganz großes Spielfeld.

Mit KPM vertreten Sie eine Luxusmarke. Was bedeutet der Begriff „Luxus“ für Sie? In erster Linie Zeit zu haben, denn ich bin mir sehr bewusst, dass ich Zeit haben möchte für Freizeit, Familie und Freunde. Aber auch das Thema Qualität steht ganz weit oben, gepaart mit der Perfektion von Stücken. Individualisierung spielt auch eine große Rolle. Das bedeutet, dass ich mir den Luxus leisten kann zu sagen: Dieses Stück habe nur ich, es ist meins. Aufgrund meines Berufs liegt es natürlich nah, dass es sich dabei erst mal um Porzellan handelt. Aber auch bei Kleidung bin ich ein Fan von Maßanfertigung. Nicht im übertriebenen Maße, aber bei manchen Sachen wie Blazern und Blusen macht das tatsächlich viel Sinn. Dann passen sie so, wie ich sie passend haben möchte, die Manschetten sind so lang, wie ich sie haben will. l und so was.

Ihre extravaganteste Investition in Porzellan? Ich habe mir zwei fantastische Löber Schalen geleistet. Wilhelm Löber hat sie 1929 angefertigt. Sie sind einfach für meine Wohnung gemacht, groß, sehr klassisch, sehr puristisch und weiß. Sie stehen auf einer langen Bar, auf der sie perfekt zur Geltung kommen.

Wird man als Porzellanliebhaberin geboren? Oder kann man den Sinn für Porzellan lernen? Bei mir war es nicht angeboren, sondern erlernt. Ich hatte ursprünglich nur ein Verständnis für schöne Dinge, aber mit dem Verständnis kam dann auch die Leidenschaft für die schönen Stücke dahinter.

Wie gestalten Sie ein Abendessen, zu dem Sie Freunde privat zu sich nach Hause einladen? Ich bereite kein 5 Gänge Menü vor, sondern wir treffen uns, kochen zusammen und genießen den Abend, im Hintergrund dudelt Musik. Jeder weiß, was der andere kann. Der eine kann besonders gut backen, der nächste super Fleisch braten, und dann stellt man sich zusammen in die Küche, das finde ich schön. Ich kann sehr gut  Hausmannskost, auch Soßen kann ich sehr gut. Backen dafür leider überhaupt nicht.

Wo veranstalten Sie Ihr Traum-Dinner? Auf jeden Fall im Freien in einer lauen Sommernacht, 25 Grad stelle ich mir vor, vielleicht am Wasser oder an einem Strand. Ich stelle mir so eine ganz lange, italienische Tafel vor, sehr puristisch, aber sehr schön eingedeckt und mit ganz vielen Kerzen.

Welche 8 Menschen laden Sie dazu ein?  Als Allererstes meinen Mann, ganz wichtig, ohne ihn möchte ich nicht sein. Meinen Vater mit seiner Freundin, meine Schwiegermutter, meine Großmutter und meine besten Freundinnen mit ihren Männern.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahren Sie mehr darüber, wie Ihre Kommentardaten verarbeitet werden .