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Zu Gast bei … Burgunder-Glühwein

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Samstagabend in einer weihnachtlich geschmückten Maisonette-Wohnung im Herzen von Köln. Kerzen brennen, der Duft von Zimt und Orangen liegt in der Luft, auf dem Herd köchelt der Punsch. Cerstin und Stephan haben zu ihrer alljährlichen Weihnachts-Party eingeladen.

Was ist der Anlass für Euer Fest? Als Stephan und ich zusammengezogen sind, wollten wir uns ein gemeinsames Weihnachtsritual schaffen. Ein Fest für Familie und den erweiterten Freundeskreis, für alle, die uns wichtig sind. Wir nennen es „Burgunder-Glühwein“ nach der Straße, in der wir wohnen und wir machen dazu Glühwein aus Burgunder-Rotwein. Es sollte ein Event sein, das für uns auch in der Weihnachtszeit noch relativ stressfrei zu organisieren ist. Deshalb haben wir uns entschieden, allen Gästen zu sagen, sie sollen schon vorher gegessen haben. Es gibt halt nur Plätzchen, die netterweise meine Mutter backt oder die wir einkaufen.

Was kann eine Gastgeberin tun, damit die Gäste sich wohlfühlen? Sie sollte alle Gäste im Blick haben, aber vor allem auch in der Lage sein, selber den Abend zu genießen, sich in Ruhe zu unterhalten und ganz entspannt Gast auf der eigenen Party zu sein. Stephan und mir ist es wichtig, dass bei uns eine schöne Atmosphäre herrscht. Ich achte ziemlich genau auf das Licht. Es gibt ausschließlich Kerzenlicht, auch im Flur und auf dem Balkon, dazu viele goldene Kerzen im Wohnzimmer, bis auf gedimmtes Licht in der Küche, weil da das Kerzenlicht nicht reicht. Ich finde, das macht viel aus. Ich schmücke die Wohnung mit Kugeln und Glitzer, Gold und Silber, da ich den ganzen Weihnachtszauber so gerne mag. Dazu schaffe ich Sitzinseln im Wohnzimmer für alle, die es gerne gemütlich haben und sich mal zurückziehen möchten. In der Küche, wo sich immer die meisten Gäste aufhalten, ist Stehparty. Hier ist die Anlaufstelle, wo man eh hinmuss, um sich Glühwein nachzuholen. Hier steht man und kommt dadurch schneller ins Gespräch. Aber wenn ich ganz ehrlich bin: Das größte Geheimnis für das Gelingen unser Party ist, dass wir sie zusammen veranstalten. Wir organisieren sie gemeinsam und wir führen sie gemeinsam durch. So bin ich nicht die Doofe, die zwischendurch immer saubermachen und gucken muss, dass alle versorgt sind. Stephan macht das mindestens genauso wie ich auch. Es ist wirklich eine Party von uns beiden. Wir kümmern uns beide im gleichen Maße. Das ist bei vielen anderen Parties nicht so selbstverständlich.

Was macht in Deinen Augen einen Gast zu einem guten Gast? Ich finde am wichtigsten, dass meine Gäste bereit sind, andere Menschen kennen zu lernen, sich mit anderen zu unterhalten und sich nicht in eine Ecke zurückziehen und mit den gleichen Leuten sprechen, mit denen sie sowieso immer sprechen. Offenheit ist wichtig und wenn man Pärchen ist, dass man nicht als Pärchen aufeinander hockt, also dass man offen ist für Neues, für neue Menschen und neue Gespräche und das auch signalisiert.

Wen würdest Du gern mal einladen zur Burgunderparty? Niemand anderen, als die, die wir ohnehin einladen. Ich freue mich auf unsere Familien und Freunde. Sie sind mir am wichtigsten. Allerhöchstens würde ich William Shakespeare einladen. Weil ich ihn immer schon mal kennen lernen wollte und weil ich glaube, dass er ein witziger Geselle ist.

Euer Fest ist schon ein Ritual geworden. Warum ist es wichtig, Feste zu ritualisieren? Wir veranstalten es jetzt zum 4. Mal. Ganz pragmatisch als Jour Fixe, immer am 1. Samstag im Dezember. Wenn sich so ein Termin erst mal eingeschliffen hat, merken sich die Gäste ihn und halten ihn leichter frei, als wenn man jedes Jahr neu einladen muss. Wir haben von Jahr zu Jahr mehr Gäste, weil es sich rumspricht, dass es bei uns nett ist und nicht anstrengend. Weihnachten hat viel mit Ritualen zu tun, mit Vertrautheit, mit etwas, auf das man sich verlassen, auf das man sich freuen kann. Vorfreude ist ja immer mit das Wichtigste bei allen Plänen, die man im Leben hat. Bei uns weiß man immer schon am Ende der Glühweinparty, dass es nächstes Jahr wieder eine gibt. Vorfreude ist ein wichtiger Grund für die Ritualisierung.

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