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Wie und wo macht man eigentlich Urlaub mit Kleinkind? Mallorca – Ich kann nicht mehr leben ohne…

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Mallorca. Insel der Promis. Insel der Ballermänner. Insel des deutschen Klischee-Touristen. Diverse Bilder im Kopf, hatte ich die bekannteste spanische Urlaubsinsel bis zum Oktober des vergangenen Jahres nicht selbst besucht und sah darin – trotz gegenteiliger Behauptungen aus dem Freundes- und Bekanntenkreis – keine Notwendigkeit.

Urlaub wie Kurt

Doch dann kam Oscar und das Kapitel „Urlaub“ musste in meinem bis dato kinderlosen Leben neu geschrieben werden. Urlaub vor Oscar bedeutete Freiheit, Selbstbestimmtheit, viel Sport, ein bisschen Lotterleben, Ausflüge und vor allen Dingen eins: Ab vier Nächten aufwärts (alles darunter ist nicht „Urlaub“, sondern „Kurztrip“) wird nicht mehr im Hotel gewohnt, sondern im Apartment, einer Ferienwohnung oder meinetwegen auch im Zelt. Der in den Neunzigern sozialisierten Seele – geprägt weitab vom konformistischen und superflexiblen Generation-Y-Geschwurbel – wiederstrebt es nämlich, sich nach von außen vorgegebenen Terminen und Abläufen zu richten. Feste Frühstückszeiten zum Beispiel, passen in meine Vorstellung von Urlaub ungefähr so gut wie der Dandy-Style zu Kurt Cobain.

Urlaub mit Oscar

Nach dem ersten Sommerurlaub mit dem fünfmonatigen Oscar für zwölf Tage im Apartment an der Ostsee musste ich mir eingestehen: Der Urlaub war schön, aber auch sehr anstrengend, und irgendwie hatte ich genauso viel zu tun wie zuhause auch. Hier sah mein Mann seine Chance, mich für den Herbst davon zu überzeugen, einen All-Inclusive-Urlaub auf Mallorca zu buchen – pauschal!!! Eine Woche sich um gar nichts kümmern, wunderschöne Strände im Norden der Insel, ein Besuch in Palma (ich war sofort verliebt), ein Pool zum richtig drin Schwimmen und ganz gutes Essen vom Buffet entschädigten die freigeistige Seite in mir. Es war ein wunderschöner, erholsamer (!) Urlaub und auch der inzwischen acht Monate alte Oscar fühlte sich offensichtlich wohl.

Sommerurlaub auf Mallorca

Malle-angefixt musste ich in diesem Jahr nicht mehr davon überzeugt werden, die Insel nun zu besommerurlauben. Durch Zufall stießen wir auf eine bezahlbare und angemessen große Bleibe – in Zeiten von Keiner-will-mehr-in-die-Türkei-etc. gar nicht so einfach. Mit einem nun anderthalbjährigen Kleinkind wählten wir allerdings wieder mutig und uns nach dem alten Lotterleben sehnend die Apartment-Variante – der Sohn ist inzwischen nicht mehr so arbeitsintensiv und etwas leichter zu händeln… Unsere Unterkunft im kleinen Ort Cala Santanyi in einer Bucht im Süden Mallorcas war großartig, das Babyphone reichte bis zum Pool und auf die Dachterrasse der kleinen Anlage. Der Ort war sehr gepflegt und abends ruhig, so dass Eltern und Kind, von Hitze, Meer, Pool und morgendlichen Joggingrunden mit Buggy alle gleichermaßen geschafft, nachts in Ruhe schlafen konnten. Aufgrund der Infrastruktur (schöner Strand, Wasser ruhig, paar Restaurants, sonst nix los) ist Cala Santanyi der optimale Ort für Familien mit Kindern, und es waren auch sehr viele von ihnen dort (Urlaub unter Gleichgesinnten, sprich Familien mit Kindern, weiß man tatsächlich zu schätzen, wenn man selbst welche hat).

Im Ort und um den Ort herum

Der nächste größere Ort war fünf Autominuten entfernt: Santanyi. Hier gabs Eroski (kein Erotikmarkt, wie ich anfangs assoziierte, sondern eine unfassbar gut sortierte spanische Supermarktkette mit Frischfischtheke, tollstem Gemüsen, …), zwei Mal in der Woche einen großartigen Markt und eine Fußballschule (Fussicamp Mallorca – natürlich kannte mein Mann den Inhaber). Dort können Kinder ab fünf Jahren während des Urlaubs für vier Tage gemeinsam trainieren und spielen. Charmant, finde ich, den Kindern solche Erlebnisse auch ohne Cluburlaub, ganz basic, ermöglichen zu können.

Ausflüge

Ausflüge sind mit Kleinkind ja nur noch begrenzt empfehlenswert, weil das irgendwann für alle anstrengend wird. Einiges geht aber natürlich doch: Wir besuchten die Cala Agulla bei Cala Ratjada, um dort einen Freund zu treffen, und waren sehr beeindruckt von der felsigen Küste mit der rauschenden Brandung. Wir waren am einzigen Regentag natürlich auch in Palma (alle anderen leider auch) und die Stadt ist so sehens- und shoppenswert, dass ich mit dem Gedanken liebäugele, dort ein Wochenende OHNE Kind und mit Mann zu verbringen. In Cala Figuera, einem Nachbarort von Cala Santanyi, aßen wir an einem Abend im Restaurant „Pura Vida“ mit unfassbarer Aussicht; diesen Ort aufzusuchen empfehle ich unbedingt.

Vergessen darf man außerdem nicht, dass wir viele spannende und liebenswerte Menschen trafen und kennenlernten (besonders zwei tolle Kinder) – abseits von Promis, Ballermännern und Klischee-Touristen. Großartiger Urlaub im neuen Kapitel mit Oscar – wir wollen jetzt schon wieder buchen: Mallorca.

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1 Comment

  1. Lea
    27/09/2016 / 13:12

    Toller Reisebericht von dir. Diese Insel muss man einfach lieben.
    LG Lea

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