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Wie trägt man eigentlich … Cord jenseits der 30er?

Kindertage

Kindertage

Cord habe ich seit meinen Kindertagen nicht mehr getragen. Damals aber offensichtlich ziemlich häufig, wie mir ein kleiner Streifzug durchs Fotoalbum heute ganz eindeutig belegte. War wohl ‘in’. Von der Cord Latzhose – mal in Rot, mal in Schweinchenrosa – bis hin zum Statement Cordmantel, natürlich auch in Rot: ich habe mich gut geschlagen! Die Fashionista with an edge blickte auch damals schon ganz klar durch: Cord gewagt, Cord gerockt. Aber wie sieht es jenseits der 30er aus? Geht Cord? Diese Frage stellte ich mir letzte Woche, als ich in der neuen Kollektion von COS diese herrliche Cordhose in einem dunklen Orangeton entdeckte. Allerdings sah ich aus der Ferne erst gar nicht, dass es sich um eine Cordhose handelte. Und so stand ich davor, und kam zunächst ins Grübeln.

Bloggerin Tanja vom Ü40 Iknmlo Mode und Fashionblog über Cord und ihre neue Cordhose von COS
Cord – ein Klassiker, der in jedem Alter geht

Aber warum eigentlich? Cord ist ein Klassiker. Als ich die Cordhose zum ersten mal anzog fragte ich mich, warum ich nicht schon einmal früher wieder einen Blick auf diesen wunderbaren Stoff geworfen hatte. Cord ist zeitlos. Und ziemlich universell. Diese Cordhose geht lässig und auch schick. Sie geht zu vielen Jahreszeiten. Und durch die tolle Farbe ist sie so ein richtiger Hingucker. Ich trage hier eine Kombination für den Sonntagsspaziergang – die Hose lässt sich, da sie selbst in einer Statement-Farbe gehalten ist, besonders gut mit Schwarz oder Weiss kombinieren.

Ursprünge

Cord ist, wie ich finde, ein aussergewöhnliche Gewebe. Obwohl es Cord schon vorher gab, kam es erst im 19. Jahrhundert so richtig zum Einsatz, vor allem in England: hier war es, insbesondere in den Industriegebieten im Norden, sehr beliebt. Es war sozusagen die Arbeitsuniform der Industrialisierung – selbst Friedrich Engels schrieb darüber in seinem Buch The Condition of the Working Class in England in 1844. Neben der Symbolträchtigkeit für Arbeiter ist Cord aber auch schon lange ein Stoff, der Künstlern und, na ja, Lehrern, Akademikern und ‘Nerds’ zugeschrieben wird. Man denkt an die 1970er, oder Annie Hall. Welches Bild einem auch immer vorschwebt, ich halte es heute gerne wie Maya Singer in ihrer Schlussfolgerung in der Vogue:

To turn to an overused word, corduroy feels authentic. And at a time, much like the Seventies, when so much seems so up in the air — with Brexit bearing down on one side of the pond, the Tweeter-in-Chief wreaking havoc on the other, and over in Russia, the Cold War replaying, this time as farce — it feels necessary to grasp on to any sturdy thing that’s around. And no textile is more sturdy than corduroy. It’s ancient, based on a material called fustian that’s been around since the 12th century; it’s utilitarian; and with its welcoming ribbed hand, it never lets you forget that it’s there. Whish-whish. I like that sound now, as I don a pair of Margaret Howell’s baggy boy-cut cords and amble around my dressing room. Whish-whish. It’s the sound of reality, in an epoch of fake news.

Cordhose: COS; Mantel: Vivienne Westwood; Schal: &Other Stories; Stiefel: UGG; Mütze: Marks & Spencer

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