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Wie geht man eigentlich auf Schnäppchenjagd?

P1030615Alles ist jetzt runtergesetzt. Nur die Spannung nicht. Ob die Prada- Seidenbluse zum Preis einer Monatsmiete tatsächlich in den Schlussverkauf kommt? Oder dieses wahnsinnige Wickelkleid in der Farbe mit dem schönen Namen „Barolo“? Einen neuen Mantel kann man immer gebrauchen und Biker Boots sowieso. Also auf zur Schnäppchenjagd. Falls Sie die Sache richtig professionell angehen wollen, hier ein paar Tipps:

1. Schnäppchenjagd ist Arbeit. Sie erfordert Schnelligkeit, Konzentration und Entscheidungsfreude. Freundinnen stören dabei, denn in Begleitung hat man niemals die Ruhe, sich gründlich umzusehen. Profis gehen allein auf Schnäppchenjagd. Es sei denn, man fährt gemeinsam in ein Designer-Outlet. Hier ist das Angebot kleiner, wird auf engem Raum präsentiert und Freundinnen können ein Segen sein, weil sie auf Grund des begrenzten Angebots Zeit für die Beratung haben. Männer haben bei der Schnäppchenjagd grundsätzlich nichts verloren. Sie haben nicht die Nerven und den Biss dafür.

2. Gehen Sie systematisch vor. Kämmen Sie in den Geschäften Ihrer Wahl die Kleiderstangen gründlich durch. Achten Sie auf gute Labels. Schnäppchen müssen immer von erstklassiger Qualität sein, sonst wirken sie schnell traurig. Und lassen Sie, selbst wenn Sie am Ende des Tages verzweifelt sind, weil Sie noch kein Schnäppchen gefunden haben, unbedingt alles hängen, was Glitzer hat. Es sei denn Sie haben einen kleinen, weißen Hund und tragen gefakte Taschen mit Logo.

3. Tragen Sie unkomplizierte Kleidung, die zu allem passt, was Sie anprobieren und die Sie schnell an- und ausziehen können. Am besten gehen ein simpler Rock und ein Oberteil, das auch unter einen Blazer passt. Bei mir hat sich ein schwarzes oder weißes T Shirt aus Baumwolle am besten bewährt, weil man es schnell an- und ausziehen kann und darin nicht so schwitzt. Schnäppchenjagd ist nämlich aufregend und kann extreme Hitzewallungen verursachen. Denken Sie an passende (formende) Unterwäsche und eine schwarze blickdichte Strumpfhose, für den Fall, dass die Verkäuferin zu Ihnen in die Umkleidekabine kommt. Auch für Schuhe gilt: Nichts Kompliziertes, nichts, wo Sie erst an Reißverschlüssen zerren und zurgeln müssen. Unbedingt bequem, damit Sie ordentlich Strecke machen können und mit mittelhohem Absatz, der zu Kleidern und Hosen passt.

4. An Tagen wie diesen lieber eine einfache Frisur und so wenig Accessoires wie möglich. Wer will sich bei der Schnäppchenjagd schon Gedanken darüber machen, ob etwa ein Ohrring verloren gegangen ist. Vermeiden Sie zu starkes Make up, sodass Sie nicht befürchten müssen, eine weiße Bluse mit Ihrem Lippenstift zu verschmieren.

5. Lassen Sie die schöne, neue Clutch zu Hause. Heute sind Taschen mit Schulterriemen angesagt, denn die Hände müssen frei bleiben zum Weiterschieben der Kleiderbügel und Zücken der Kreditkarte.

6. Niemals mit leerem Magen shoppen gehen, aber sich auch keinesfalls vorher ein mächtiges Mahl einverleiben. Nach einem opulenten Frühstück mit 5 Rühreiern, Schinken, Würstchen und geräuchertem Lachs wird die Schnäppchenjagd böse für Sie enden. Sie werden schnarchend in der Umkleidekabine liegen und sich den aufgeblähten Bauch halten. Ein leichter Snack als Grundlage und ein Müsliriegel in der Handtasche für den Notfall sind perfekt.

7. Wahre Schnäppchenjäger verlassen das heimische Jagdrevier und jagen gerne auch mal überregional. Zwei Tage zum Schlussverkauf nach New York, Mailand oder Antwerpen, denn die Kosten für Flugticket und Hotel hat man schon raus, wenn man nur zwei Designerteile mit einer Reduktion von 50 Prozent ergattert. Natürlich ist das anstrengend! Natürlich muss man das wollen!

8. Denken Sie nicht mal im Traum daran, ein Kleid über Ihrer Winterhose anzuprobieren. Das wäre sehr unfair gegenüber dem Kleid. Ziehen Sie es mit allem an, was dazu gehört. Auch mit Schuhen. Schuhe sind das Wichtigstes für ein Outfit. Ziehen Sie immer Schuhe an, bevor Sie sich von Kopf bis Fuß im Spiegel betrachten.

Happy hunting!

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