Was trägt man eigentlich … auf der Museumsinsel Hombroich?

Screen Shot 2015-09-20 at 22.43.07Die Museumsinsel Hombroich liegt zwischen Köln und Düsseldorf. Sie gehört zu den ungewöhnlichsten Museen der Welt und ist ein magischer Ort, der Kunst, Architektur und Natur miteinander verbindet. Der Bildhauer Erwin Heerich entwarf für den aussergewöhnlichen Landschaftspark 10 Gebäude, die eher wie begehbare Skulpturen erscheinen. Für die Bauten verwandte er gebrauchte, rote Ziegelbacksteine. Gezeigt wird die Kunstsammlung des Museumsgründers, Stifters und Mäzens Karl-Heinrich Müller (1936-2007). Die Ausstellungspräsentation folgt einer Konzeption des Malers Gottfried Graupner. Die Insel kommt ganz ohne Museumswärter aus, es gibt keine Überwachungskameras und keine Alarmanlagen. In einigen Gebäuden, wie der „Schnecke“, in der sich die grafische Sammlung von Rembrandt-Bildern befindet, fehlen sogar die Türen, sodass die Kunst Wind und Wetter ausgesetzt ist. Dies entspricht dem Wunsch des Museumsbegründers, der ausdrücklich bestimmte, dass die Kunstwerke altern sollen.

Der Besucher findet keine vorgegebenen Wege vor, keine Hinweisschilder, keine Richtungspfeiler. Auch Angaben zu den Künstlern, die die Exponate geschaffen haben, fehlen. Auf diese Weise soll sich jeder Gast seinen eigenen Zugang zu den Kunstwerken erarbeiten, was ich schwierig fand. Vielleicht lag es aber auch daran, dass ich leider keine Musse hatte, dass ich nur wenig Zeit hatte, da schon der nächste Kunstpilgertermin wartete. Daher mein Tipp: Wer nach Hombroich kommt, sollte unbedingt einen ganzen Tag einkalkulieren, um diesem schönen und besonderen Ort gerecht zu werde.

Die Exponate sind nicht nach kunsthistorischen Gesichtspunkten, sondern nach dem persönlichen Geschmack des Sammlers arrangiert worden, was zu eigenwilligen Gegenüberstellungen führt. So treten Kunst der Khmer und Werke aus dem alten China in einen interessanten Dialog mit Arbeiten von Hans Arp und Gottfried Graupner.

Hombroich ist Landschaftsschutzgebiet und Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten. Was zieht die Modebloggerin da von der Kleiderstange? Die Dschungelhose! Museumsfein gemacht durch ein schwarzes Top, schwarze Strickjacke und Wildlederpumps mit kleinem Absatz.

 

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