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Über den Dächern von… Marseille: Hotel “Le Corbusier”

Le Corbusier (1887-1965) ist bekannt als einer der einflussreichsten Architekten, Stadtplaner, aber auch als Maler und Möbeldesigner. Aus seiner Auseinandersetzung mit dem Kubismus entstanden Ideen und Kompositionen für Bauwerke aus geometrischen Formen ohne dekorative Effekte. Mit der Designerin Charlotte Perriand entstanden gemeinsame Möbelentwürfe. Im Hotel Le Corbusier in Marseille können sich all diejenigen, die auf die Liege im eigenen Heim bisher verzichten mussten oder das Original mit Kuhfell nicht sonderlich mögen, zumindest als Gast auf die berühmte Liege LC4 niederlassen und ein paar Gedenkminuten für den großen Künstler einlegen (nicht vergessen: seine politischen Überzeugungen sind keineswegs zu teilen…)!

Das Hotel liegt relativ zentral (Bus fährt vor der Haustür ab!) und lässt manches Herz höher schlagen, denn der Gast lebt in Kunst und Design innen und außen a la Corbusier! Der Betrieb selbst liegt im dritten Stock eines in die Jahre gekommenen Fünfzigerjahre Baus. Die Zimmerpreise sind zwischen 79,- und 158, – Euro angesiedelt und bieten unterschiedliche Lagen und Komfort; Balkon, Park- oder Meerblick.

In den Hotelzimmern lässt sich nachempfinden, dass für den Architekten Le Corbusier auch die Innenraumgestaltung eine bedeutende Rolle spielte: Blau weitet den Raum, Rot betont die Fläche, Grau soll Ruhe vermitteln. Konsequenterweise wird in der Einrichtung der Zimmer auf unnütze Deko verzichtet, getreu dem Motto “form follows function”! Das wird auch an der Größe der Räume deutlich: Im Einzelzimmer, sozusagen ein “Corbusier-cabin”, bleibt grade mal genug Platz zwischen Wand und Bett für den Koffer! Kunst berührt hautnah!

Der Modulor auf der Zimmertür entspricht dem von Le Corbusier (1887–1965) in den Jahren 1942 bis 1955 entwickelten Proportionssystem und soll den bedeutendsten modernen Versuch darstellen, der Architektur eine am Maß des Menschen orientierte mathematische Ordnung zu geben. Die Figur beherrscht den Raum und lässt den Gast nicht entrinnen! Am besten, man winkt ihm beim Rausgehen kurz zu, nimmt einen kleinen Imbiss im Restaurant (Wandvertäfelung mit schwarzen Streifen) und freut sich, dass das Auge nicht auf angestaubte Seidenblumengestecke und “landestypischen” Nippes trifft. Unbedingt auch die Dachterrasse mit Pool bewundern (“irgendetwas zwischen Fantomas und Concorde” schreibt das Magazin der Süddeutschen)!

Dann auf in die Altstadt von Marseille und später weiter reisen nach Saint-Paul-De-Vence!

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