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Tinguely: Kunst in Bewegung!

Ehemann und “Kooperationspartner” von Niki de Saint Phalle, Totalavantgardist und viel, viel mehr als ein “Schrottkünstler”: Jean Tinguely!

Im Museum Kunstpalast in Düsseldorf kann man seinen Werken noch bis zum 14. August 2016 begegnen. Auf dem Foto sitzt Niki de Saint Phalle auf dem tinguelyschen Gefährt! Das Motto “Alles bewegt sich” gilt für Besucher und Kunstobjekte gleichermaßen, denn schon beim Eintritt raunt der freundliche Wächter am Eingang mir zu, dass ich auch aus dem Café oben schon einen ersten Blick auf die ganz große Maschine erhaschen könne! Ich eile die Treppen hoch und höre es rattern und klappern! Die “Grosse Meta-Maxi-Maxi-Utopia” (1987) besteht aus den unglaublichsten Gegenständen. Ein Gartenzwerg, ein Karusselpferd und Metall jedweder Form und Art ist dabei. Später traue ich mich, die Leitern zu besteigen und mich fast als ein Teil der Maschine zu fühlen.

Die Ausstellung beginnt chronologisch mit Arbeiten aus den 50er- Jahren, Reliefs und Holzkästen, frei stehende Plastiken und Malmaschinen folgen. Der Besucher darf und soll Knöpfe betätigen, die Maschinen in Bewegung setzen. Der letzte Raum zeigt den sog. “Mengele-Totentanz” von 1986 und ist in seiner Düsternis Hinweis auf Tod und Vergänglichkeit.

Ich bin fasziniert von den Bewegungen, den Ideen und der Funktionsweise der Kunstwerke und nicht, wie so oft in umfangreichen Werkschauen nach einer halben Stunde erschöpft vom Sehen und Aufnehmen. Die Maschinen zaubern bei den Betrachtern egal welchen Alters ein Lächeln ins Gesicht, man versucht die Funktionsweise herauszufinden oder staunt einfach und guckt.

Tinguely hat etwas geschaffen, was nicht sofort gebraucht werden kann oder einen unmittelbaren Sinn ergibt. Ich finde das im wahrsten Sinne wunderbar und kann mich gar nicht weg bewegen von dem historischen Filmmaterial, wo offensichtlich wird, wie sehr Kunstideen aus der Gemeinschaft mit anderen und durch den Austausch entstehen und sich gegenseitig beeinflussen! Die Schwarz-Weiß-Filme (Tinguely ließ sich gern von Filmemachern und Fotografen begleiten!) lassen die Kommentare Niki de Saint Phalles hören oder zeigen, was es mit dem Tisch und den Essensresten auf sich hatte, der als “Stillleben” Spoerri zugeschrieben werden!

Die Kuratoren Barbara Til und Beat Wismer haben in Düsseldorf Großes geleistet, um das ganz besondere Werk Tingulys, der 1959 seine erste große Einzelausstellung in der Galerie Schmale hatte, in Düsseldorf als einzigartige Retrospektive zu zeigen.

UNBEDINGT HINGEHEN!

PicMonkey Collage

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