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Tamara de Lempicka: 13 Dinge, die Sie schon immer über sie wissen wollten

Ursel vom IKNMLO Fashionblog für Frauen ab 40 über Tamara de Lempicka1. Tamara de Lempicka war das erste „Material Girl“ unter den Künstlerinnen. Bereits mit 28 Jahren hatte sie ihre erste Million verdient. Innerhalb von nur 5 Jahren hatte es die mittellose russische Emigrantin geschafft, die angesagte Porträtmalerin der Pariser High Society zu werden.

2. Schon als Kind entwickelte sie einen Hang zum Luxus, den sie nie aufgab. Mit 12 Jahren ging sie mit ihrer Großmutter zur Verbesserung ihrer vermeintlich angeschlagenen Gesundheit auf eine ausgedehnte Bildungs- und Erholungsreise. Um die Erlaubnis zu bekommen, hatte sie einen Husten vorgetäuscht. Stationen der sechsmonatigen Tour waren Florenz, Venedig, Rom, Monte Carlo. In Paris ließ die Großmutter sie von Modeschöpfer Paul Poiret neu einkleiden. In einem leuchtend roten Mantel und mit einem riesigen, schwarzen Hut kehrte die Dreizehnjährige als junge Diva nach Russland zurück.

3. Bei ihrer Hochzeit mit dem Rechtsanwalt und Playboy Tadeusz Lempicki trug sie ein Kleid, dessen Schleppe vom Altar bis zur Kirchentür reichte.

4. Im Zuge der Oktoberrevolution floh das Paar nach Paris. Lempicki, seiner Privilegien beraubt, wurde depressiv. Tamara nahm das Ruder in die Hand. Im Rückblick auf ihr Leben bekannte sie: „Ich habe des Überlebens wegen angefangen, Bilder zu malen. Wenn mein Mann ein tüchtiger Ernährer der Familie gewesen wäre, dann hätte die Malerin Tamara de Lempicka niemals das Licht der Welt erblickt.“

5. Zu Beginn ihrer Karriere hatte sie sich vorgenommen, nie wieder arm zu sein. Nach jedem zweiten verkauften Bild belohnte sie sich mit dem Kauf eines juwelenbesetzten Armbands. Was ihr als Prunksucht ausgelegt wurde, zeigte die Ängste der Emigrantin, die trotz ihres Erfolgs entwurzelt blieb.

6. Ihr berühmtestes Bild war eine Auftragsarbeit für Deutschlands führende Modezeitschrift Die Dame und wurde 1929 auf dem Titel abgedruckt. Das Bild ist ein Selbstporträt, in dem die Malerin das Automobil als farblich passendes Accessoire der modernen Frau darstellt.

7. In ihrer Garage stand jedoch ein anderes Auto: ein kleiner, gelber Renault. Bei Ausfahrten trug sie stets hellgelbe Pullis und einen schwarzen Hut. Sie sagte „Ich war angezogen wie das Auto und das Auto wie ich.“

8. Sie erteilte dem französischen Stararchitekten Robert Mallet-Stevens den Auftrag für den Bau eines zweigeschossigen Studios im Montparnasse. Die Räume aus Chrom und Glas bildeten die perfekte Kulisse für ihr gesellschaftliches Leben. Jedes Detail war auf das Gesamtkunstwerk Tamara de Lempicka abgestimmt, bis zum Bezug ihrer Sitzmöbel, in die sie ihre Initialen einweben ließ.

9. Sie malte täglich von 8 bis 17 Uhr, nahm danach ein Bad oder eine Massage und ließ sich von ihrem asiatischen Butler Cocktails servieren.

10. Auf ihren legendären Parties wurden den Gästen Austern auf den nackten Körpern der Serviermädchen kredenzt.

11. Mit ihren gezielten Provokationen zahlte sie einen hohen Preis. Sie zerstörte ihren Ruf als ernst zu nehmende Künstlerin. Ihr Name war zum Synonym für Kommerz, exzessives Nachtleben und Skandale geworden.

12. Sowohl sie wie auch ihr zweiter Mann waren jüdischer Abstammung. Sie flohen vor den Nazis in die USA. Auch dort war sie angemessen motorisiert. Sie besaß eine Chrysler Limousine mit abklappbarem Verdeck in einem abgetönten Weiß-Ton mit weinroter Innenausstattung. Bei Ausfahrten waren sie und ihr Chauffeur angezogen wie das Auto und das Auto wie sie. Sogar das Gepäck passte sie dem Farbton des Lacks an.

13. Auf einer Retrospektive 1972 in Paris wurde die fast vergessene Malerin wiederentdeckt. Ihre Arbeiten wurden für Millionen gehandelt und von den Stars der Glitzerwelt gekauft. Madonna wurde eine ihrer größten Sammlerinnen und kopierte ihren Look – rotblonder Bob, rote Lippen, Perlenkette, Tuxedo – im Video zu „Express Yourself“.

Wie haben die großen Diven unserer Zeit gelebt? Welche Erfolgsstrategien hatten sie? Was hat sie stark gemacht? Falls Sie diese Fragen so sehr interessieren wie uns, geht es hier zu zwei anderen spannenden Frauen: Simone de Beauvoir und Helen Hessel.

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