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Shopping and the City

Einkaufsfreie Tage gibt es in einer konsumorientierten Stadt wie New York nicht. Jeden Tag in der Woche und in manchen Geschäften sogar rund um die Uhr kann man sein Geld in luxuriösen Shopping-Tempeln ausgeben. Große Modeunternehmen beauftragen Star-Architekten und -Stylisten, Läden und Schaufenster zu gestalten. So sind ambitioniert gebaute Flagshipstores entstanden, die auf die Kombination von Mode, Kunst und Architektur setzen. Dabei fällt auf: Je teuer die Marke, desto ähnlicher das Gestaltungsprinzip. Kleidungsstücke werden inszeniert wie Exponate im Museum. Soll heißen: Dies ist mehr als Mode, es ist Kunst. Einzigartig und daher teuer. Etliche dieser Geschäfte gelten inzwischen als architektonische Sehenswürdigkeiten. Auf geht’s zur Besichtigung!

P1090736Jeder, der zu Prada geht, staunt. Das als „Epicenter“ der Marke bezeichnete Geschäft in Soho wurde 2001 für 40 Millionen Dollar von Rem Koolhaas umgebaut. Auffällig ist der absurd verschwenderische Umgang mit unbenutzbarem Raum, der von einer riesigen Holzkonstruktion dominiert wird, die ins Untergeschoss führt., die halb Skaterbahn, halb Treppe ist, auf der wenige Kleidungsstücke wie textile Skulpturen auf einer Bühne präsentiert werden. Die eigentliche Verkaufsfläche befindet sich in engen, schlecht ausgeleuchteten Kabinetten im Untergeschoss. Der Anspruch des Architekten, mit der Gestaltung dieses Stores das Einkaufserlebnis neu zu erfinden, erschließt sich dem heutigen Kunden nicht mehr. Die Unproportionalität zwischen Mensch und Raum dürfte als eher nicht mehr in die Zeit passend empfunden werden. Fotografieren ist natürlich streng verboten. (Fotos wurden heimlich aus der Hüfte geschossen.)
(Prada, 575 Broadway)

P1090699Das Luxuskaufhaus Bergdorf Goodman setzt selbst bei der Gestaltung der Schaufenster auf die Kombination von Kunst und Mode. Exponate der Herbstauktion 2014 aus dem Auktionshaus Sotheby´s werden mit dazu passenden Kleidungsstücken präsentiert.
(Bergdorf Goodman, Fifth Avenue/58th Street)

P1100097Zwei ausgereifte gestalterische Handschriften, die erstaunlich gut miteinander harmonieren, sieht man im von Frank Gehry gestalteten Shop von Issey Miyake in Tribeca. Mit Abstand mein Lieblingsladen, da mir die Kleidung so gut gefällt. Schöne Teile, ausgefallen und dabei absolut alltagstauglich und zeitlos. Leider teuer, aber wie sagte meine wunderbare Schwiegermutter so klug: „Im Alter muss man teuer einkaufen, damit man einen Grund hat, lange zu leben. Die Kleidung muss sich schließlich amortisieren.“ Nach meinem Abstecher zu Issey Miyake müsste ich mindestens 120 werden.
(Issey Miyake, 119 Hudson Street)

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