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Dekadenblick … Schönheitsrituale im Winter

winter-500x500Ob grau in grau oder voll Eis und Schnee, die kalte Jahrezeit ist nicht unbedingt immer besonders einladend. Die fruehe Dunkelheit am Nachmittag tut ihr Übriges. Auf der anderen Seite bringen Kaminfeuer und Kerzenschein eine wunderbare Gemuetlichkeit mit sich, und der Duft von Gluehwein und gebrannten Mandeln, der aus den Weihnachtsmarktbuden stroemt, hat eine stimmungsaufhellende Wirkung.

Wir “Ichkannnichtemehrlebenohne” Bloggerinnen stellen Ihnen heute unsere liebsten Schönheitsrituale im Winter vor – also genau die Rituale, die uns helfen, gut durch die kalten Tage zu kommen.

DSC04644Im Winter lautet mein Motto: Tu Dir Gutes! Ich mag den Winter nicht. Er ist mir zu kalt, zu nass, zu neblig und zu trüb. Er dauert 89 Tage. Um die zu überstehen, braucht es ein spezielles Verwöhnprogramm. Dazu gehören auch Caffelatte, Rotwein und Bomben aus weißem Mehl und Zucker.

Um das zu kompensieren, lege ich bei der Körperpflege eine extra Schippe auf. Ich mache Peelings aus Lindenblüten und Meersalz, gönne mir ein bis zweimal die Woche fetthaltige Masken, denn sie lindern Hautreizungen und verleihen der blassen Haut etwas Frische. Sehr gern nehme ich im Winter Ölbäder. Wenn ich nicht darin bade, trage ich das Öl nach dem Duschen auf die feuchte Haut auf. Dazu schwöre ich auf alte Hausmittel: Auch rissige Lippen trage ich Honig auf. Auch Haare und Kopfhaut müssen in dieser Jahreszeit einiges mitmachen. Mein Haar wird „elektrisch“, es ist statisch aufgeladen. Daher versuche ich, es im Winter nicht zu oft und zu heiß zu waschen und verzichte, wann immer das möglich ist, aufs Föhnen.

Wann immer ich Zeit habe, mache ich im Winter am Morgen Yoga. Anschließend lächle ich von Ohr zu Ohr und dann bin ich auch im Winter glücklich.

tanja2Nach dem langen Sonntagsspaziergang ein wunderbares Fussbad: ich kann mir kein besseres Schönheitsritual im Winter vorstellen. Die Pflege der Fuesse ist immer wichtig – schliesslich machen sie eine ganze Menge mit. Und zwar jeden Tag. Im Winter aber finde ich es besonders schoen: auch – und gerade – die Fuesse moegen Kaelte und Eis nicht gerne!

Das Ritual koennte einfacher nicht sein: Wasser in die kleine Wanne, zusammen mit ein wenig Bodyshop Peppermint Foot Soak, ein Glas Rotwein, und eine Psychologies. Fertig! Es folgen 15 Minuten im Himmel. Dann ist leider das Wasser kalt! Aber: nachfuellen ausdrucklich erlaubt – gilt auch fuer das Weinglas. Abgerundet wird alles mit der Bodyshop Peppermint Cooling Foot Lotion. Etwas einziehen lassen und dann Struempfe anziehen! Macht einen grossen Unterschied und verbessert die Wirkung der Lotion.

Zur Abrundung etwas Farbe fuer die Fussnaegel – ist nicht nur im Sommer ein Hingucker. Ich nehme immer einen Unter- und Ueberlack, beide von OPI; ich empfehle die Nail Envy Serie. Meine perfekte Winterfarbe: Mavala Bilbao aus der Mini Color Serie.

DSC04646Mein Lieblingsschönheitsritual wurde in einer Zeit geboren, als unser Seminartag für die armen Würstchen der “dritten Schiene” noch bis 19 Uhr dauerte. Ich ging morgens um 7 Uhr im Dunkeln aus dem Haus. Und saß abends im Dunkeln voller Selbstmitleid in der Bahn, die um kurz vor 20 Uhr am Kölner Hauptbahnhof ankam. Dann schlenderte ich auf dem Weg nach Hause die Hohe Straße hinunter und jedes Mal zog mich der unwiderstehliche Duft zu Lush hinein. Glitzernde Badekugeln, die duftende und pflegende Sprudelbäder versprachen, waren harte Konkurrenz für cremige, verwöhnende Schaumbäderbrocken. Karma mit süßem Wildorangenöl und Cinders mit Glühweinduft gehören noch immer im Winter zu meinen all time favourites.

Wenige Minuten bevor der Laden schloss erwarb ich jedes Mal eine verheißungsvolle Badeköstlichkeit. Schnellen Schrittes ging es mit Eisfüßen nach Hause und ab ins Bad. Kerzen an, Zeitschriften, ein Gläschen Cremant und abgetaucht. Stunden später tauchte ich wieder auf. Die Welt war warm und weich und hüllte mich in ein vorgewärmtes Handtuch. Trockene Winterhaut, Eisfüße, Sorgenfalten, Selbstmitleid: hinfortgeschäumt.

Der Seminartag ist heute in der Regel um 18 Uhr zu Ende und mein Heimweg führt auch leider nicht mehr durch die Kölner Einkaufsstraßen. Aber eines ist geblieben: das Lushbaderitual, für das es einen permanenten Notvorrat in meinem Bad gibt. Schöner geht’s nicht.

Profilbild (Mittel)Früher, vor vielen, vielen Jahren als es weder Handy noch Internet gab und man die langen Winterabende im Studium mit dem  gemeinsamen, vergnüglichem Gucken der Serie “Dallas”  (“Oh, Pam hat Neurofibromatose!”) verbringen konnte, fuhr ich mit dem Audi 60L (Lenkradschaltung!) durch Eis und Schnee zu meinen Freundinnen Romy und Luise. Gemeinsam rührten wir das dicke Hefestück – vorher in der Lebensmittelabteilung des Supermarktes besorgt – in einer Schüssel mit Wasser an. An den Geruch musste man sich gewöhnen, aber das Auftragen der breiigen, weichen Masse auf dem Gesicht brachte schon sinnliches Vergnügen. Das braune Cordsofa wurde zur Liegefläche ausgezogen, das TV eingeschaltet, Chips, Salzstangen und alkoholische Getränke standen griffbereit und während der Sendung entfaltete die Hefemaske ihre Tiefenwirkung! Aber der wahre Unterhaltungswert bestand anschließend im Fratzenschneiden vor dem Spiegel, so dass die mittlerweile getrocknete Hefemaske häßliche Risse bekam und langsam abplatzte! Nach dem Reinigen des Gesichts mit warmem Wasser, blickte uns ein zwar leicht gerötetes, aber, wie wir uns gegenseitig glaubhaft versicherten, ein auf wunderbare Weise geglättetes und strahlendes Antlitz entgegen! Man konnte die verjüngende Wirkung noch steigern, wenn man die Augenlider mit frischen Gurkenscheiben belegte, aber das schloss den TV-Genuß leider aus.

Also, wer Freundinnen hat, die vor nichts zurück schrecken, ein großes Sofa zur Verfügung stellt, mit Leckereien und geistigen Getränken für die “innere Schönheit” sorgen kann und ausprobieren möchte, ob das einfache alte Hefemaskenrezept noch immer für verjüngtes Aussehen und ein Stimmungshoch sorgen kann, lade mich ein oder sende uns Photos dieses herrlichen “Schönheitsrituals” zu! Der Hefezopf muss warten!

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