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Sag niemals nie: Ugg Boots …in style!

London, Herbst 2010.
Ich sitze in unserer WG Küche und studiere die einschlägige Fachliteratur (Vogue, Elle, Instyle, Grazia, etc.)

Mein australischer Mitbewohner Paul setzt sich zu mir an den Tisch. Cerstin, sagt er, du kennst dich doch mit Mode aus, ich verstehe das einfach nicht. In der Stadt kommen mir reihenweise aufgebrezelte Mädels entgegen und an ihren Füßen tragen sie klobige Ugg Boots. Wissen Sie nicht, dass es nicht nur scheiße aussieht, sondern dass die bei uns niemand auf der Straße tragen würde, weil es Pantoffeln sind? Surfer tragen die, sagt er dann nach einer kurzen Pause, um wieder warme Füße zu bekommen. Sie haben diesen Namen, vom englischen Wort “ugly”, weil sie so hässlich sind.
Er schaut verzweifelt.

Paul, antwortete ich, die Chefredakteurin der Vogue und ich können das auch nicht nachvollziehen. Sie hat diese hässlichen Dinger sogar in ihrer Redaktion verboten. An meine Füße kommen sie jedenfalls nicht. Egal wie warm, weich und bequem sie auch sein mögen.

5 Jahre später.

Ugg Boots sind zum Glück langsam wieder nahezu “out”. Und Ugg musste sich etwas Neues einfallen lassen.
Ich werde schwach: meinen Schuhschrank bevölkert das erste Paar Ugg Boots. Zugegeben, es sind Ankle Boots aus Leder mit 8cm Absatz. Aber innen drin sind sie mit warmem, weichem Lammfell und einer Einlegesohle aus PORON-Schaumstoff mit Lederbezug ausgekleidet. Fast wie Pantoffeln.

ugg

Ich nenne sie Ugg 2.0.
Ich bin mir sicher, Paul und Ms Shulman hätten Verständnis.

Fotos: Stephan Burghoff für IKNMLO

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