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Realität

Screen Shot 2014-10-10 at 20.32.51.pngZum ersten Mal Peking. Und schon bei der Planung schwirrten mir viele Gedanken zur Luftverschmutzung in der Stadt durch den Kopf. So schlimm, wie es denn nun aber ist, hatte ich es mir nicht vorgestellt. Bei meiner Ankunft sagte der Air Quality Index (AQI) “hazardous”!

In Asien ist es ja grundsätzlich mit der Luft so eine Sache. Das kenne ich schon. Aber im Vergleich zu Peking ist überall sonst fast klare Luft! Mal im Vergleich ein paar aktuelle Werte: Berlin, AQI so um die 25-30, Bewertung: “gut”; London, AQI 55-60, Bewertung: “mittelmäßig”; Hong Kong, AQI um die 115, Bewertung: “ungesund für Menschen die empfindlich auf Verschmutzung reagieren”; Singapur, AQI um die 150, Bewertung: “ungesund” – eigentlich ist die Luft in Singapur ziemlich gut, dieser eher schlechte Wert kommt im Moment durch den Rauch von Feuern auf Sumatra. Und dann Peking! AQI fast überall über 300, in der Gegend von Qianmen, wo ich gerade kürzlich noch stand, sogar um die 360, Bewertung also wieder “hazardous” – ganz klar “gesundheitsgefährdend”. Das Wetter spielt eine Rolle, aber auch die Tatsache, dass gerade nach den Ferien für den Nationalfeiertag alle Fabriken in der Umgebung nun Extraschichten schieben – und rauspusten, was man rauspusten kann.

Und so habe ich hier noch keinen Himmel gesehen. Wie dicker Nebel hängt die stinkende Dunstglocke über der Stadt. Schon beim Anflug war das klar, denn vom Flieger aus war nichts zu sehen ausser grau-bräunlicher Dunst. Die Haare saugen den Geruch auf. Die Kleidung auch. Und einatmen möchte man hier eigentlich am liebsten gar nicht.

Was tut man also? Meiner Meinung nach geht hier ohne Maske gar nichts. Gestern bin ich mal kurz ohne eine rumgelaufen. Resultat: ein Gefühl wie Halsschmerzen und Hustenreiz. Trotzdem gehen die meisten Touristen und Einheimischen hier ohne Maske raus. Aber was mich fast noch mehr irritiert ist, das die Wörter “Fashion” und “stylisch” hier durchaus öfter im gleichen Satz mit dem Wort “Maske” fallen. Und nein: nicht etwa, um zu sagen, dass Masken auf keinen Fall stylisch sind! Vielmehr, um auf stylische Masken hinzuweisen oder um über sie zu sprechen. So erkannten einige Chinesinnen sogleich, dass meine Maske, die ich bereits in England gekauft hatte, ein Vogmask ist. Und die ist wohl der letzte Schrei hier. Weil es sie in so vielen Ausführungen gibt. In knalligen Farben. Und mit Mustern. Oder doch lieber eher schlicht. Geht alles. Ich bekommen an jeder Ecke Komplimente. Super sei der Pinkton meiner Vogmask. Und wie toll, dass der auch noch zu dem Kontrastfarbton in meiner Brille passt (was wirklich Zufall ist, denn die hatte ich noch gar nicht, als ich letztes Jahr die Vogmask kaufte).

Also ich kann da wirklich nur eins sagen: diesen “Fashion-Trend”, den würde ich viel lieber gar nicht mitmachen! Und die Komplimente, die möchte ich auch nicht. Saubere Luft hingegen, davon hätte ich sehr gerne eine Prise! Ach, einen ganz Kübel davon könnte ich gebrauchen.

Aber die Realität hier, die ist eben eine ganz andere!

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