Mauve iknmlo BoJack BoCouture Clarins ü40 Blog ü50 Modeblog ü60 Fashionblog

Prêt-à-Portea: Frühjahr 2014

IMG_5570Ich liebe Afternoon Tea! Very British! Gerne traditionell mit scones, clotted cream und Erdbeermarmelade. Den sogenannten cream tea also. Und der ist gar nicht so einfach! In Devon teilt man den scone in der Mitte, verteilt die clotted cream, und die Erdbeermarmelade wird zur fruchtigen Kroenung. In Cornwall dagegen geht es genau anders herum – also zuerst die Marmelade und dann die clotted cream. Ich sage klipp und klar: Devon macht es richtig, denn Sahne auf der Marmelade – tja, die landet gerne ueberall, nur nicht im Mund! Mehr zur, durchaus hitzigen, Debatte bei der BBC.

Nun aber zurueck zum Afternoon Tea! Ostern ging es nach London. Und dort befindet sich der Himmel auf Erden fuer Liebhaber das Afternoon Tea. Tradition gesucht? Dann auf ins Ritz – der Palm Court ist heute genauso spektakulaer, wie zur Eroeffnung zu Beginn des 20. Jahrhunderts.  Oder Claridge’s. Oder eigentlich eh schon viel zu viel geschlemmt? Dann vielleicht den Tea-Tox im English Tea Room, Brown’s Hotel. Oder lieber asiatisch? Geht auch, und zwar beim Afternoon Tea im Grand Imperial. Und dann natuerlich: Prêt-à-Portea im Berkeley. Der Fashionista-Traum! Und genau den habe ich nun getestet. Das Fazit einmal gleich vorweg: Wow!

Das Berkeley liegt in Knightsbridge, ganz in der Naehe des Hyde Park zwischen Harrods und der Hyde Park Corner U-Bahn Station. Nach einer ausgedehnten Tour durch die Hallen von Harrods also ein herrlicher Abschluss fuer einen modischen Ostermontag. Gleich am Eingang fuehlt man sich schon ganz speziell: namentliche Begruessung, Abnahme von Jacke und Tasche, und das regelrechte hinschweben zum IMG_5543reservierten Tisch. Herrlich. Und dann erblickte ich ihn: den pinken High Heel mit meinem Namen drauf. Mein Prêt-à-Portea. So geht das!

Kaum sass ich am Tisch kam auch schon mein persoenlicher Kellner – mit der Champagnerflasche in der Hand, denn ich hatte den Champagne Afternoon Tea gebucht. Dazu gleich ein paar Erklaerungen zum Ablauf: Tee nach Wahl, und die Leckereien wuerden dann herausgebracht. Zunaechst die sandwiches, und dann die Etagere mit kleinen suessen und herzhaften Herrlichkeiten. Das Besondere? Alle sind inspiriert durch Modekollektionen der jeweiligen Saison. Und dann sag der Kellner noch: doch lieber einen anderen Tee? Zweite Etageren-Runde gewuenscht? Alles kein Problem und im Preis enthalten. „Just let me know if there’s anything else you need.“ Oh ja!

Die Speisekarte selbst ist schon ein Highlight, denn neben den Details ueber alle Leckereien finden sich in ihr auch Details dazu, welche modischen Highlights die Afternoon Tea Kollektion inspirierten. Zudem wurden diese aber auch meisterhaft vom Kellner erklaert. Mein Highlight: das Emilia Wickstead joconde (siehe Bild in der Galerie unter dem Post), inspiriert durch dieses herrliche Kleid. Und natuerlich die wunderbare kleine Miu Miu Tasche. Ach, und erst der kleine Oscar De La Renta Pistazienkuchen! Oh ja, auf jeden Fall: zweite Etageren-Runde bitte!

Wer auf der Suche nach der Pracht der Teekultur vergangener Tage ist, der wird mit dem Prêt-à-Portea wohl nicht so ganz warm werden. Der Caramel Room im Berkeley ist wunderbar, aber ein Palm Court ist er nicht. Maenner scheint die ganze Sache auch eher zu langweilen – zumindest, wenn ich  das mal nach den Gesichtsausdruecken der maennlichen Begleiter im Caramel Room beurteile. Fuer alle Fashionistas, jung und alt, gilt aber: Prêt-à-Portea ist ein herrliches, etwas dekadentes, lautes ‚ich-kann-nicht-mehr-leben-ohne‘!

Sie möchten diesen Artikel teilen?

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahren Sie mehr darüber, wie Ihre Kommentardaten verarbeitet werden .