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Packliste für meine Pilgertour

P1170060Wer eine Fashionbloggerin für eine Pilgertour castet, bekommt: Eine Fashionbloggerin. Auf der Kunst-Pilgerschaft interessiert sie sich für Kunst, Natur, Architektur sowie spirituelle Aspekte, aber auch dafür, wie die Menschen, die sie unterwegs trifft, gekleidet sind. Eine Fashionbloggerin fragt sich: Welche Auswirkungen hat Kunst auf die Mode? Sind kunstaffine Menschen individueller und stilvoller gekleidet als andere? Ziehen sich Museumsbesucher aus Respekt vor der Kunst mit mehr Sorgfalt an? Tragen Kulturmanager und Kunstvermittler eigentlich immer Schwarz? Enthält die Kleidung von Kuratorinnen eine Referenz an die Ausstellung, die sie gerade kuratieren?

Eine Fashionbloggerin geht selbstverständlich nicht in Sack und Asche auf die Pilgerreise. Sie weiß, Kleidung verhüllt und enthüllt zugleich. Kleidung spricht. In ihr verdichtet sich, wie ein Mensch sich sieht und wie er gesehen werden will, welche gesellschaftliche Rolle er ausübt, anstrebt oder welcher Rolle er sich verweigert. Eine Fashionbloggerin ist nicht mit mehreren Schrankkoffern voller Garderobe unterwegs und versucht daher, ihre Auftritte sorgfältig zu planen. Eine Fashionbloggerin auf Pilgerreise  heißt : Rimova und nicht Rucksack, Chaneljacke und nicht Schlapphut, Vivienne Westwood und nicht Wanderstab. Eine Fashionbloggerin hat vielleicht sogar den Anspruch,  sich Outfits zu überlegen, die einen Bezug zu den Pilgerorten und den darin ausgestellten Kunstwerken enthalten oder im besten Fall eine kleine Hommage an einen besonders verehrten Künstler darstellen.

Diese Dinge stehen auf meiner Packliste:

  • Robustes Outfit fürs Pilgern im Landschaftspark Duisburg-Nord und in den Schloss- und Klostergärten: Jeans, Streifenshirts, Trenchcoat, Tod´s – und für alle Fälle: Gummistiefel.
  • Kunstreferentielle Outfits fürs die Bundeskunsthalle Bonn, Museum Abteiberg Mönchengladbach, Insel Hombroich.
  • Stylisches Outfit für die Vernissage im K 21.
  • Silberne BaoBao-Tasche für das Blogger-Equipment: Kamera, Tablet, Voice Recorder, Reisetagebuch, Füller, Handy.
  • Ein Picknick-Korb mit Wasserkocher, Kaffeekanne, Kaffee, Milch, Müsli, Früchten – für das Selbstversorger-Frühstück am Morgen des 2. Pilgertages im Gästehaus auf der Museumsinsel Hombroich.
  • Komplettes Regenoutfit (Regenmantel, Regenschirm, Regenhut) – den miserablen Wetteraussichten geschuldet.
  • Eine große Tüte Haribo pro Tag. Als Nervennahrung.
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