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Museum Folkwang, Essen: Die perfekte Welle…

FotoHokuseis Farbholzschnitt der überwältigenden Naturgewalt des Wassers vor dem Hintergrund des ewigen Fujijamas ist sicher eine wesentliche Wegmarkierung für die zunehmende Faszination der westlichen Welt, ausgehend von Frankreich um 1860-1910, von japanischer Kunst in jeglicher Ausprägung.

Heute schwimme auch ich mit im stetig wachsenden internationalen Besucherstrom im eindrucksvoll renovierten Museum Folkwang in Essen, begeistert von den vielfältigen Ausprägungen des sog. Japonisme, der offenbar wird in den Werken all der “üblichen Verdächtigen” der europäischen Moderne. Degas, Manet, Monet, Gauguin, van Gogh wetteifern darum, Chrysanthemen, Fächer, Geishas, Theatermasken, Schriftzeichen als japanische Motivik zu adaptieren, um so ihre spezifische Bildsprache neu zu interpretieren. Japanische Kunstgegenstände, Lack- und Keramikarbeiten, Fotografien, Dokumente, Gewänder und Keramik zeigen sich der staunenden Betrachterin in ihrer Eigenart.

Um meine, mir ganz eigene perfekte Welle meiner Frisur keinesfalls zu sehr zu gefährden, kämpfe ich mit dem Bügel des Audioguides, ohne den in unseren ultramodernen Zeiten im Museum jedweder Art  gar nichts mehr geht. Ja, ich bin ganz sicher, dass die zurückgegebenen und zuvor am oder im Ohr des vorausgehenden Besuchers eingesetzten Geräte gründlich desinfiziert worden sind, bevor das Schaumgummi meine Ohren berührt… Da aber die Stimme interessante Informationen zu ausgewählten und jeweils nummerierten Ausstellungsstücken gibt, konzentriere ich mich auf Wesentliches, höre zu und bilde mich. Und die Farbe Orange der Schlaufe, an der die ganze Technik um meinen Hals hängt, steht sicher für die aufgehende Sonne und passt perfekt zu meinem Outfit!

Die Kellner im angeschlossenen Cafe haben so gar nichts Ostwestfälisches an sich, sind frech und schlagfertig und servieren das überdimensionale Stück Kirschkuchen mit italienischer Grandezza und einer “Räubergabel” für die Begleitung.

Also, ein wunderbares Rundumerlebnis, unbedingt sehenswert!

Und den Katalog hätte ich besser doch gekauft..

Die Ausstellung ist glücklicherweise verlängert bis zum 2. Februar 2015!

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