Museo Frederic Marès, Barcelona

P1070045Kürzlich in Barcelona entdeckte ich wieder so ein Museum, wie ich es mag. Obwohl ich die großen, staatlichen Museen wie den Louvre oder das Metropolitan Museum bewundere, besuche ich sie auf Reisen fast nie. Es sind Orte, in denen ich sofort schlechte Laune bekomme, weil sie mir zu groß und zu voll sind. Ich mag die kleinen Museen, die dem Besucher erlauben, mehr über das Leben, die Kreativität und die Visionen EINES Menschen zu erfahren, eines besonders passionierten Menschen.

Der katalanische Bildhauer Frederic Marès (1893-1991) war ein außergewöhnlicher Sammler. Ihn interessierten spanische Alltagsgegenstände aus dem späten 19. und der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Das Museum zeigt die Sammlung seiner Sammlungen. Dazu gehören Scheren, Spazierstöcke, Spielkarten, Fächer, Zigarettenhalter, Pfeifen, Schnupftabakdosen, Puppenstuben, Weihnachtskarten, Zinnsoldaten, Fahrräder, Schlüssel, Haarnadeln, Schmuckkämme, Zigarrenetuis, Taschenuhren, Hosenträger und Operngläser. Die Exponate werden auf drei Etagen in kostbaren Kabinetten aus Teakholz präsentiert. Sie bringen uns die Vergangenheit und ihre vergessenen und verlorenen Objekte mit einer emotionalen Tiefe nahe, die nur eine persönliche Geschichte transportieren kann.

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