Mbalageti Lodge, Serengeti

Sundowner am Pool

Sundowner am Pool

Tief im Westen der Serengeti: die Mbalageti Lodge empfängt uns mit einem heißen Tuch und einem gekühlten frischen Ananassaft im Welcome Center. Wir waschen uns den Staub der Piste von den Händen und sinken in tiefe Ledersessel.

Zwei Mitarbeiter der Lodge begleiten uns zu unserem “Zelt”. Die Sonne taucht unsere Terrasse in warmes Licht, drinnen erwarten uns ein Kingsize und ein Einzelbett, ein Sekretär, ein Ledersofa und ein Badezimmer mit Regendusche, freistehender Badewanne und stilvoller afrikanischer Deko. Das Wasser wird per Solarenergie beheizt und von 17.30 Uhr bis 23.30 Uhr gibt es Strom von einem Generator. Das Bad ist aus Stein gemauert, die Wände des Schlafraums sind aus festem Canvas mit Fenstern aus Moskitonetz. Die Möbel und der Fußboden sind aus schwerem, dunklen Holz aus dem Süden Tansanias. Alles fühlt sich unglaublich luxuriös an. Ein dramatischer Kontrast zu der voherigen (übrigens sehr sauberen und sehr gemütlichen) mobilen Zeltunterkunft mit Eimerdusche, der sich auch entsprechend dekadent anfühlt.

Zwei Tage lang wird diese Lodge wie aus einem Hochglanzmagazin unser Zuhause sein und wir beschließen, sie einfach zu genießen und unsere Kräfte zu sammeln. Danach ist eh Schluss mit lustig, dann geht es auf den Berg.

Zum Schutz vor wilden Tieren (und vermutlich damit die doofen Touris sich in der großen Campanlage nicht verlaufen) darf man nach Einbruch der Dunkelheit nur begleitet von einem Massai Krieger die eigene Lodge verlassen. Pünktlich um 20 Uhr steht er in Armeegrün und einem der traditionellen rot-schwarz-karierten Tücher vor unserem Eingang. Mit einer Taschenlampe und einem Speer bewaffnet führt er uns schweigend zum Restaurant und übergibt uns der lächelnden Restaurantmanagerin.
Das Abendessen ist ein Buffett mit verschiedensten Vorspeisen, Salaten und Hauptgerichten, die ein wenig afrikanisch, aber vor allem dem Mainstream-Touri-Geschmack angepasst sind. Dazu südafrikanische Weinempfehlungen. Alles ist sehr lecker und der Service lässt keine Wünsche offen.

Am nächsten Tag geht es nach einem fantastischen Frühstück auf der Restaurantterasse wieder früh los. Simba Day, verspricht unser Guide Moses, als wir um 7 Uhr ins Auto steigen, ein guter Tag für Löwen, also. Und so ist es auch: wir beobachten ein älteres Männchen bei seinem Streifzug durch die Savanne, zwei Brüder, die an einem Fluss trinken und sich danach in den Schatten eines Baumes begeben, und eine Löwenfamilie in der Sonne, die sich für ihren Mittagsschlaf unter unseren Jeep legt. Ich hätte nicht gedacht, dass man so nah an die Tiere ran kommt, aber sie sind die Safarifahrzeuge ja von klein auf gewöhnt, so Moses, und wissen, dass sie nichts von ihnen zu befürchten haben.

Mittags kommen wir zurück. Es gibt Lunch à la carte und danach ein kleines Mittagsschläfchen gekrönt von einer wundervollen Massage im Acacia Spa mit Blick auf die unfassbare Weite der Serengeti, die fließend in den Amarula Sundowner am Pool übergeht. Ich beschließe, nie wieder abzureisen, und frage mich verzweifelt, wie ich auf die bescheuerte Idee kommen konnte, den Mount Meru besteigen zu wollen.

So eine Safari ist doch wirklich anstrengend genug.

 

http://www.mbalageti.com

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