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Maibäumchen

20140505_103237 (1)Vor 15 Jahren, an meinen ersten ersten Mai in Köln, sah ich auch zum ersten Mal ein Maibäumchen. Junge Birken oder Äste, mit bunten Bändern und manchmal auch roten Herzen geschmückt, zierten die Häuserfassaden und warteten darauf, am Ende des Monats gegen eine Essenseinladung, einen Kuss oder einen Bierkasten wieder abgeholt zu werden.

Jedes Jahr fasziniert mich dieses Ritual.
Die wehenden Kreppbänder signalisieren schon von Weitem: hier wohnt eine, die angebetet wird (oder auch einer, der angebetet wird, aber die Emanzipation ist auch im aufgeklärten, toleranten Köln noch nicht immer ganz so weit). Hier wohnt das Objekt der Begierde, der heimliche Schwarm oder die langjährige Partnerin.
Maibäumchen lassen Herzen höher schlagen und sind für mich der Beweis, dass romantische Gesten niemals “uncool” werden.

Sie haben dieses Jahr kein Maibäumchen bekommen?

Da hilft nur eins: nicht jammern, dass keiner da ist, der das für Sie tut, oder dass zwar einer da ist, der das aber nicht für Sie tut, sondern mit gutem Beispiel voran gehen und im nächsten Jahr selbst eines setzen.

Oder diesen Artikel ausdrucken und nächstes Jahr im April an mehreren strategischen Orten geschickt positionieren…

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