Puttin’ on the Ritz: MAC Makeover in der Selfridges Beauty Hall

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Wenige Hotels auf der Welt haben es geschafft, sich einen Namen zu machen, der über den eines schnöden Hotels hinaus geht. Das Ritz ist eines davon. Puttin’ on the Ritz, übersetzt „sich fürs Ritz anziehen“, impliziert den Glanz und Glamour dieses legendären Etablissements, umgangssprachlich würde man auf Deutsch sagen “sich in Schale werfen”.
Tanja und ich werfen uns für den 5 o’clock Tea im Ritz im wahrsten Sinne des Wortes in Schale. Cocktailkleider, Highheels, wie man das halt so macht.
Aber zu einem solchen Auftritt gehört natürlich auch das passende Make-up und so begeben wir uns die Hände von professionellen Make-up Artists, um den letzten Schliff in unsere Ritz-Schale zu bringen.

Sie heißt Megan Salisbury-Higgs und ist Makeup Artist bei Mac Cosmetics in der Selfridges Beauty Hall, außerdem arbeitet sie freelance als Hair & Makeup Artist. Cool und edgy ist sie ein Gesamtkunstwerk in sich, dabei so warm und herzlich und voller spannender Geschichten, dass die Stunde in Ihren Händen wie im Flug vergeht. Sie sieht aus wie die Prinzessin aus einem Fantasiekönigreich und verrät mir, dass sie die 90 min, die sie morgens im Zug nach London fährt, für ihr Make-up nutzt, “Ich steige als Normalo ein und schminke mich dann während der Fahrt. Viele fragen sich bei der Ankunft, wieso sie mich nicht haben einsteigen sehen”. Ihr Make-up ist perfekt, ihr schwarzes Wickelkleid (samt Decolltée) der Hammer und ihre mit feinsten Henna-Tattoos versehenen Hände samtweich.

Ich wünsche mir eine klassische Cat Eyeline, einen Katzenaugenlidstrich und ich glaube, sie ist fast ein wenig enttäuscht, dass es nichts Ausgefalleneres ist. Dann verrate ich ihr, dass wir danach ins Ritz zum Tee gehen und sie ist sofort begeistert. Dazu gibt es dann aber Statement Lips, sagt sie, denn ein Highlight braucht die Frau, erst recht im Ritz.

Megan beginnt mit den Augen, leicht goldener Lidschatten, abschattiert mit einem warmen Grau-Braun. Dann kommt der Lidstrich, erst als Gel-Eyeliner, darüber einen Hauch dunklen Lidschattenpuder und darüber noch mal tiefschwarzen Flüssigeyeliner. Das hält die ganze Nacht, sagt sie, und Tanja und ich überlegen direkt, in welcher Londoner Bar wir nach dem Ritz noch einkehren könnten, um das Makeup auch so richtig auszunutzen. (Es wird das Fumoir, den ausführlichen Bericht finden Sie hier.)

Dann holt sie die Folterzange raus und ich zucke merklich zusammen. Ich habe wunderbar lange Wimpern, erklärt sie mir, aber leider sehr gerade. Mit ein bisschen Schwung sehen die sofort noch mal so gut aus, beruhigt sie mich. Während ich mich auf dem Sitz festkralle, erzählt sie mir die ganze Zeit, wie toll meine Augen, meine Wimpern und meine Haut seien. Allein dadurch fühle ich mich schon wie die Prinzessin auf der Erbse. In kürzester Zeit hat die Prinzessin auf der Erbse lange, jetzt aber wundervoll hoch geschwungene Wimpern, die zum Schluss noch anständig getuscht werden, gefühlte zwanzig mal. Das Abschminken wird mich später noch mal eine gute Stunde kosten.

Danach kommt erst die Foundation, genau auf meine trockene Haut abgestimmt und in mühevoller Kleinarbeit mit tausenden von Pinseln und Pinselchen aufgetragen. Rouge, Puder und immer wieder der prüfende Blick in den Spiegel. Dann haut sie mir eine Riesenportion Concealer unter die Augen. Das macht den ganzen Ausdruck frischer, erklärt sie mir. Und ich gebe zu, ich sehe damit ausgeschlafener und glatter aus.
Der Lippenstift, den sie wählt, hat die Farbe “Rebel” und ein samtiges, leicht glänzendes Satinfinish. Meine Lippen könnten ruhig anständig Farbe vertragen, sagt sie. Darunter Lipliner in Currant, damit die Farbe sich nicht in die Lippenfältchen zieht. Lippenfältchen, auch sowas, von dem man erst mit 40 erfährt, dann aber gnadenlos. Die Farbe finde ich toll an mir und ich fühle mich in “Rebel” nicht wirklich rebellisch, sondern eher total chic und investiere die Makeover-Gebühr in den Lipliner und Lippenstift, zum Nachschminken nach den Sandwiches.

Eine Stunde später lächelt Megan mich zufrieden an. Sicherlich kein Aufwand für jeden Tag, aber für heute genau das richtige. Im Spiegel sehe ich eine Frau, die aussieht wie ich, nur ein bisschen perfekter. Cerstin in Ritz-Schale, sozusagen.
Tanjas Ritz-Schale fällt noch um einiges extravaganter aus, ihr Smokey-Eye Augenmakeup in lila ist ein wahrer Hingucker und ihre Lippen strahlen in MAC .

Entspannt und glamourös steigen Tanja und ich ins Taxi. Der Champagner 5 o’clock Tea wartet auf uns, where fashion sits…

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Fotos: Tanja Bueltmann für IKNMLO.
Megan Salisbury-Higgs on Instagram https://instagram.com/megaahh_mua/

Das MAC Makeover kostet 30 Pfund, die anschließend mit Produktkäufen verrechnet werden können. Terminreservierung (mindestens einen Tag vorher) entweder online über die Selfridges Website oder vor Ort am MAC Stand unbedingt erforderlich.

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