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LOOK! Modedesigner von A bis Z im MAKK

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Sie wärmt und beschützt uns, sie signalisiert Zugehörigkeit und manchmal auch finanzielle Ressourcen, hin und wieder ist sie Eintrittskarte, Protestmittel oder Verkleidung: Mode – oft als oberflächlich abgetan – ist sie doch ein elementarer Bestandteil des Zeitgeschehens, eine wundervolle Möglichkeit, den Wandel der Zeit zu dokumentieren.

Eine solche Dokumentation bietet auch LOOK! Modedesigner von A bis Z, die neueste Sonderausstellung des Museums für Angewandte Kunst in Köln, die morgen eröffnet wird.
Bei den 66 ausgestellten Exponaten von insgesamt 42 Designern bzw. Labels von A bis Z handelt es sich um eine subjektive und doch durchaus repräsentative Auswahl der jüngsten Neuerwerbungen des Museums aus den letzten 50 Jahren der Mode, allesamt hervorragend gestaltet und qualitativ hochwertig, in mühevoller Kleinarbeit restauriert und konserviert.

“Wir sammeln hier am MAKK Mode auf hohem Niveau”, so Kuratorin Dr. Patricia Brattig, die gemeinsam mit ihrem Team zwei Jahre an der Vorbereitung dieser Ausstellung gearbeitet hat und bereits mehr als 1500 Kleidungsstücke und Accessoires im Museumsbestand hat.
“Insgesamt 26 Stifterinnen und Stiftern haben uns unterstützt”, erklärt Dr. Petra Hesse, Direktorin des MAKK, und sieht hier ein tolles Beispiel für bürgerschaftliches Engagement mit dem Ziel des strategischen Sammelns und Bewahrens. Eine dieser Sammlerinnen ist Ursula Schramm, eine bekannte Modeliebhaberin, die manchmal auch Mode kauft, einfach um sie zu retten und einige der Kleidungsstücke dem Museum überlassen hat. Zu sehen sind aber auch Schenkungen aus dem privaten Bestand einer Industriellengattin, einmal zu einem besonderen Anlass getragen und zu schade, um für immer in den Tiefen eines Kleiderschrankes zu verschwinden.
Im Gegenteil, sie gehören bewahrt und gezeigt und einem großem Publikum zugänglich gemacht wie es Kunstwerken nun einmal gebührt.

Beim Betreten der Ausstellungsräume fällt der erste Blick auf ein Pucci Kleid aus den späten 1960er Jahren, das älteste Kleidungsstück der Ausstellung, das auch das Cover des Katalogs ziert und von Frau Brattig liebevoll “unser Covergirl” genannt wird: Ton in Ton der markante Pucci-Druck in blau-lila, eine transparente oberste Stofflage umhüllt ein blickdichtes Unterkleid, dazu feinste Applikationen aus Glas- und Strasssteinen. Das neueste ist ein Kleid von Opening Ceremony aus der Sommerkolletion 2014, mit dem gleich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen wurden: die Lücke im Alphabet wurde geschlossen und die Ausstellung um ein Exponat aktuellsten Designs ergänzt.

Das Besondere an dieser Ausstellung, finde ich, ist, dass sie zum Träumen einlädt. Vor jeder Vitrine verweile ich und frage mich, wie ich in diesem Outfit aussähe, was es mit mir machte, wie ich mich darin fühlte, wohin ich dahin ginge, in wen es mich verwandelte. Angewandte Kunst im besten Sinne.

Gehen Sie hin. Verschaffen Sie sich einen Überblick über Modedesigner von A bis Z. Aber vor allem: Lassen Sie sich von der feinen Auswahl an Looks verzaubern und inspirieren.
Und wenn sich ein solches Kunstwerk in Ihrem Kleiderschrank versteckt: das Museum würde sich über eine Bestandserweiterung sicher freuen!

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LOOK! Modedesigner von A bis Z. Die Sammlung des MAKK
19. September 2015 – 28. Februar 2016
EINTRITT €5,- (ermäßigt €3,50)
VERNISSAGE Freitag 18.09. 2015 – 19 UHR

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