Zu Gast bei … Goldschmiedin Daniela Blachowski

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Mein 1. Hausbesuch führt mich zu Daniela. Sie lebt und arbeitet in einem Fachwerkhaus mit gläsernem Anbau auf dem Land in der Nähe von Detmold. Schon seit vielen Jahren bin ich begeistert von ihren Schmuckkollektionen. Sie selbst trägt ausschließlich opulente und doch strenge Ringe. Diese Woche hatte ich die Gelegenheit, mit Daniela über ihr Haus und ihre Einrichtung zu sprechen und Eindrücke aus ihrem Wohnumfeld zu fotografieren.

Was ist für Dich das Beste an diesem Haus?
Die Küche und der Wohnraum liegen auf verschiedenen Ebenen, gehen aber wandlos ineinander über. Wenn Besuch hier ist und ich das Essen anrichte oder noch koche, sitzen die Gäste unten und ich bin in alles integriert. Außerdem schätze ich sehr, dass im Wohnbereich zwei Außenwände vom Boden bis zur Decke verglast sind. Dadurch hat man immer das Gefühl, draußen zu sitzen. Besonders schön ist das im Winter. Da sind die Fenster manchmal halb zugeschneit. Dann sitzen wir hier drinnen, wo es schön warm ist und können es kaum glauben, dass der Schnee nur zwei Meter von uns entfernt ist.

Was bedeutet es für Dich, hier nicht nur zu wohnen, sondern auch zu arbeiten?
Für das, was ich mache, ist es ideal. Dadurch, dass meine Werkstatt hier im Haus ist, konnte ich immer arbeiten, auch als meine Kinder noch klein waren. Ein kleiner Nachteil an dieser Situation ist natürlich, dass man nicht raus kommt, aber insgesamt überwiegen für mich die Vorteile. Zum Beispiel, dass ich immer dieses schöne Ambiente um mich rum habe.

P1020982Wie alt ist das Haus?
Der vordere Teil, in dem im Erdgeschoss meine Werkstatt, das Arbeitszimmer, Hausflur und Küche liegen, ist von 1630. Er steht unter Denkmalschutz. Der hintere Teil ist von 1820. Im Jahr 2000 haben wir angefangen zu renovieren und den hinteren Teil völlig umzubauen. Eingezogen sind wir 2003.

Hättest Du es nicht manchmal etwas moderner?
Mir gefällt, dass das Haus eine Geschichte hat. Die Großeltern meines Mannes haben hier gewohnt, seine Mutter ist hier aufgewachsen. Mein Mann hätte es schade gefunden, wenn hier ein anderer gelebt hätte. Weil er das so schätzt und es ihm wichtig ist, ist es mir auch wichtig. Das Haus ist durch seine vielen Winkel, Ecken und Räume sehr gemütlich. Schön an einem alten Haus ist auch, dass es einen alten Garten mit altem Baumbestand gibt. Das macht viel aus, finde ich. Außerdem gefällt uns die Lage des Hauses. Es steht halt nicht in einem Neubau-Wohngebiet, sondern ist umgeben von anderen alten Häusern.

Wo ist Dein Lieblingsplatz?
Am Esstisch. Weil man sich hier am besten unterhalten kann. Hier entstehen immer die schönsten Gespräche. Wenn mein Mann nach Hause kommt, setzen wir uns hier hin und trinken Tee oder Kaffee. Mittagessen und Abendessen findet hier statt, hier sitzen wir mit Gästen und meine Kunden und die Teilnehmer an meinen Schmuckkursen treffen sich hier.

Wie ist es für Dich, kein eigenes Zimmer zu haben?
Für mich ist das kein Problem. Ein eigenes Zimmer habe ich noch nie vermisst. Vielleicht weil ich den ganzen Tag alleine hier bin und das ganze Haus für mich habe. Und wenn die anderen da sind, will ich mit ihnen zusammen sein.

P1070697Was ist das Geheimnis der guten Parties hier im Haus?
Es liegt in erster Linie an den Gästen, die man einlädt. Wir geben meist zwei Parties pro Jahr. Da wir im Alltag wenig Zeit haben, laden wir alle unsere Freunde dazu ein. Das sind um die 40 Leute, die sich untereinander gut kennen und in guter Stimmung zu uns kommen. Als Zweites liegt es am Essen. Ich koche sehr gerne für die Menschen, die zu uns kommen. Ich suche mir immer ein Thema für meine Buffetts – mexikanisch, indisch, orientalisch. Außerdem achte ich darauf, dass ich nie etwas mache, dass es schon mal gab. Ich wiederhole mich nicht gern.

Wo entspannst Du am besten?
In der Badewanne oder auf dem Sofa. Wenn ich ganz entspannen will und mich keiner stören soll, gehe ich alleine baden und lese dabei.

Was würdest Du mitnehmen, wenn Du dieses Haus jemals verlassen müsstest?
Auf jeden Fall meine Werkstatt und meine Küche, vor allem die Töpfe.

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