Grand Cafe Krasnapolsky, Amsterdam

“Nächstes Mal”, raunte ich dem Mann meines Herzens zu, “wenn ich in Amsterdam bin, möchte ich gern im Krasnapolsky wohnen!”

Manche Wörter besitzen eine geheime Magie und man sollte gar nicht versuchen, herauszufinden, weshalb das so ist, sondern das Wort selbst immer wieder lustvoll aussprechen, leise vor sich hin murmelnd flanieren, den Ort der Zugehörigkeit des Begriffs gar nicht unbedingt in den Blick nehmen. Nicht wissen wollend, was sich dahinter verbirgt, sondern sich der eigenen Imagination hingeben. Geschichten von Menschen im Hotel aus längst vergangenen Zeiten erinnern, sich durch Raum und Zeit beflügeln lassen.

Manchmal möchte man dem Leben gern auf einfache Art beikommen und glaubt, sich manches einfach einverleiben zu können. So auch ich. Ich bestellte in der kalten klimatisierten Cafehalle einen Kaffee und ein Meringue-Citron-Törtchen und saß und fröstelte ein wenig. Einzig der ältere Kellner in seiner vertraulichen Beflissenheit vermochte der Entzauberung ein wenig Einhalt zu gebieten.

Doch wiederkommen möchte ich.

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