Goldhochzeit

DSC02654Schmuck, finde ich, ist etwas sehr Persönliches. Er sagt viel über seine Trägerin und noch viel mehr über die schenkende Person aus. So richtig trage ich Schmuck erst, seit ich Daniela kenne und regelmäßig an ihren tollen Schmuckkursen teilnehme. Die kleinen Kunstwerke, die mit ihrer tatkräftigen Unterstützung dabei entstehen, sind auch deshalb so besonders, weil sie so einzigartig sind, eben nicht von der Stange. Weil sie Erinnerungen, ldeen und Bedeutungen in sich tragen, die individuell und wertvoll sind.
Zu Weihnachten habe ich von meinen Schwiegereltern altes Familiengold und Geld für einen Schmuckkurs geschenkt bekommen. Ich überlege lange, was daraus werden soll. Es soll etwas sein, das mich an sie erinnert. In diesem Jahr feiern sie goldene Hochzeit und sind damit ein beeindruckendes Beispiel dafür, dass es ewige Liebe und Treue geben kann, wenn man nur bereit ist, hart genug dafür zu kämpfen und sicherlich auch die gehörige Portion Glück hat.

Daniela hilft mir dabei, einen Entwurf zu entwickeln. Aus dem Familiengold sollen zwei Goldhochzeiterinnerungsringe für meine Schwägerin Christina und mich werden. Ein bisschen alt, ein bisschen neu, schlicht, aber groß genug, dass sie ins Auge fallen, massiv genug, dass man sie spürt, filigran genug, dass sie nicht stören. Mittelfingerringe. Vor meinen Augen nehmen die Ideen in Danielas Skizze Formen an. Altes Gold umschmiegt eine Basis aus neuem Silber, die Ränder leicht hoch gebogen, 8 mm breit, dabei so dünn wie möglich.
Ich schmelze erst das Silber, dann das Gold. Die flüssigen Metalle werden in kleine Brickets gegossen, dann gewalzt, gerade abgesägt und die Ränder glatt gefeilt. Danach werden die Streifen rund gebogen. Meine Fingernägel fallen meiner Ungeschicklichkeit zum Opfer und meine Fingerkuppen schmerzen. Jetzt bekommen sie noch eine Inschrift – das Goldhochzeitsdatum und ein „C“ für Christina und mich sowie die Gold-und Silberstempel. Netterweise lötet Daniela die Ringe für mich, so setze ich wenigstens nicht meine Haare in Brand. Dann wird gehämmert und gefeilt. Schließlich kommt die Probe aufs Exempel: und ja! Die Ringe passen in einander als seien sie füreinander bestimmt.
Zum Schluss werden die Ränder nach außen gebogen, so dass der goldenen Ring fest in den silbernen eingebettet wird.

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Wir feiern die Goldhochzeit in der stilvollen Atmosphäre des Seabreeze Restaurants im Hotel Navigare in Buxtehude, das 2013 von den Testern des Gault & Millau erstmalig mit einer Kochmütze versehen wurde. Die beiden fahren im Oldtimer vor und gehen verliebt wie vor 50 Jahren Hand in Hand die mit rotem Teppich ausgelegten Stufen hoch. Das Ambiente ist ein Traum, das Essen ein absoluter Genuss.
Bei meiner Rede werde ich dann aber doch ein wenig unsicher, ist ja schon ungewöhnlich, sich selbst etwas zur goldenen Hochzeit der Eltern bzw. Schwiegereltern zu schenken. Zum Glück kommt meine Idee gut an.
Christinas Ring passt wie angegossen, sie ist begeistert, das Goldhochzeitspaar ganz gerührt.

Unsere Goldhochzeitserinnerungsringe werden uns immer an die beiden erinnern, aber viel mehr noch sind sie eine Erinnerung an ein halbes Jahrhundert gemeinsamen Weges, eine Erinnerung daran, dass es diese Ewigkeit geben kann.

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Weitere Informationen zu den wundervollen Goldschmiedkursen bei Daniela Blachowski finden Sie hier www.heiden-schmuck.de. Einen tollen Einblick bietet auch der Artikel von Ursel Ring mit Bling.
Und wer mehr über Daniela wissen möchte wird hier fündig: Hausbesuch bei Goldschmiedin Daniela Blachowski.

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