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Fast Fashion: Die Schattenseiten der Mode

FullSizeRender(18)Die global Welt des 21. Jahrhunderts ist schnelllebig. Das gilt auch für Kleidung – wobei für sie oft noch die Kurzlebigkeit hinzukommt. Ob Primark oder H & M (und, so muss man fairerweise sagen, auch so manche High End Kette), sehr viel Kleidung ist heute nicht mehr darauf ausgelegt, lange zu halten. Der Markt ist ziemlich gesättigt, es wird viel, schnell und vor allem billig produziert. Fast Fashion eben.

Aber hier liegen, wie der Ausstellungstitel passend ausdrückt, die Schattenseiten der Mode. Und diese werden hier ungeschmückt aufgezeigt. So hinterfragt die Ausstellung: woher kommt unsere Kleidung, wo wird sie hergestellt, wer produziert sie, und – ganz entscheidend – unter welchen Bedingungen. Wie ist es möglich, dass Kleidung heute, zumindest in der westlichen Welt, so preiswert ist?

Man sieht Fotos von Näherinnen, die nach einem langen Arbeitstag am Rande der Erschöpfung sind, und trotzdem noch arbeiten. Es gibt erschütternde Dokumente zu eingestürzten Fabrikhallen. Man lernt über die ökologischen Folgen von in der Produktion benutzte Chemiekalien. Die Ausstellung vermeidet es, die Produzenten per se als die Schuldigen darzustellen: die Textilindustrie, so kann man lernen, “gilt in vielen Entwicklungsländern als Pionierindustrie, die andere Wirtschaftsunternehmen nach sich zieht, also auch dazu beiträgt, dass sich der Lebensstandard langsam hebt. Andererseits hat sich die Situation der Textilproduktion in Europa verändert. Es gibt kaum noch Webereien und Schneidereien.” Ist dieser Wandel richtig? Wie sollten wir uns als Konsumenten verhalten?

Um die Schlussfolgerung hier muss sich jeder selbst gedanken machen. Slow Fashion, die als Teil der Ausstellung beleuchtet wird, bietet in jedem Fall eine Alternative. Sie ist mehr als Mode – eher ein Bewusstsein, dass wir alle nutzen können, wenn wir Kleidung kaufen. Welche Materialien wurden verwendet? Sind sie nachhaltig? Wie sind die Arbeitsbedingungen bei der Produktion? Wie sieht es mit den Löhnen aus?

Nachhaltigkeit vor Konsum – das einzige Fazit, dass man nach dem Besuch dieser Ausstellung ziehen kann.

Fast Fashion: Die Schattenseiten der Mode ist noch bis zum 20. September im Museum für Kunst und Gewerbe in Hamburg zu sehen.

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