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Der perfekte Samstag in … Melbourne

Nach dem perfekten Samstag in Sydney folgt nun der perfekte Samstag in Melbourne. Die beiden Städte sind seit jeher viel damit beschäftigt festzustellen, welche denn nun die schönere/hippere/bessere Stadt ist. Genau aufgrund dieser Rivalität ist weder Sydney noch Melbourne die Hauptstadt Australiens: man einigte sich auf die auf dem Reißbrett entworfene Stadt Canberra – welche genau zwischen den beiden Metropolen liegt.

20130824-222224.jpgNatürlich braucht man zum Start erstmal ein ordentliches Frühstück. Und das gab es im hippen Stadtteil Collingwood. Der liegt gut eine halbe Stunde Fußmarsch vom Stadtzentrum entfernt und bietet Einblicke in das Melbourne vergangener Zeiten, denn viel Häuser aus dem späten 19. und frühen 20. Jahrhundert sind erhalten geblieben und säumen die Strassen. Es gibt auch viele alte Fabrikgebäude, die zu stylischen Lofts umgebaut wurden. In einem solchen Gebäude ist auch Proud Mary zu Hause – ein ganz wunderbares Café. Den Liebhabern von Kaffee wird es besonders gut gefallen. In die Kategorie gehöre ich nicht, aber dennoch gibt es viele tolle Leckereien auf der Karte. Zum Frühstück gab es Almond Porridge with Butterscotch Banana, Dried Fruit Compote, and Toasted Sesame; dazu ein frischgepresster Orangen-Möhren-Ingwer Saft. Da kann der Tag richtig losgehen. 20130824-222239.jpg

Zurück durch Collingwood. Geschäfte erkunden. Da gibt es einen tollen Laden auf der Langbride Street, der einem neuseeländische Designer gehört. Beim Gespräch stellte sich bald heraus: wir waren fast mal Nachbarn in Wellington! Klein ist die Welt. Und die neuseeländische noch viel mehr. Ein paar Häuser weiter: E.S.S. Faszinierende Kleidung japanischer Modemacher; ein paar 20130824-222301.jpgStücke im Schaufenster verbinden Mode und Kunst. Auf der Gertrude Street das nächste interessante Gespräch mit einer Ladeninhaberin, die vor fünf Jahren von Schottland nach Australien ausgewandert ist – Mensch, ich könnte den Tag fast als Forschungstag verbuchen!

Vorbei Richtung Innenstadt an der ehemaligen International Exhibition Halle. Hier fand Ende des 19. Jahrhunderts die Melbourne International Exhibition statt. 20130824-222311.jpgIch stelle mir vor, wie die Damen mit ihren langen Kleidern durch die wunderschönen Hallen wandelten. Heute gab es eine Kunstaustellung. Auch nicht schlecht.

Zum Mittagessen: Movida! Weit bekannt über die Grenzen Melbournes hinaus ist diese Tapas Bar. Bei Masterchef Australia wurde in der Gasse vor der Bar – berühmt durch das Graffiti – schon gekocht. Natürlich hatte ich keinen Tisch reserviert … Aber Oberkellner Pete quetscht mich noch dazwischen. Der ist nämlich auch Schotte und da hatte ich doch gleich ne gute Karte auszuspielen. Und so wählte ich aus: Hand-filleted Cantabrian Artisan Anchovy on 
Crouton with Smoked Tomato Sorbet; Quince Paste Cigar with Whipped Goats Milk Cheese; Deep Fried Potato with Spicy Aioli; Pig’s Trotter Croquet; und ein Smoked Eel Sandwich (Foto). Und, an der Bar sitzend, traf ich Helen aus Hong Kong. 20130824-222323.jpgEine Wellenlänge, keine Frage. Wir unterhalten uns über Gott und die Welt. Und übers ‘alleine reisen’. Eine tolle Sache, da sind wir uns einig. Also, liebe Frauen (und Männer): keine Scheu! Es geht hier ganz nach dem Motto vom ersten Take That Song: Do what you like! Ihr könnt die Welt erobern. Auch ohne Begleitung. Und falls ihr noch Vorbehalte habt, dann lest den Blog von Janice Waugh. 20130824-222334.jpg

Zum Abschluss? Es ist Rugby Zeit Down Under. Bledisloe Cup um genau zu sein. Und so sitze ich im Pub und gucke mir die wunderbaren All Blacks an. Mit ein paar ausgewanderten Kiwis. Und einer Menge frustrierter Australier, denn die All Blacks sind nicht zu bezwingen. Besser hätte der Tag nicht enden können.

Und die Sache mit Sydney und Melbourne? Eigentlich sind die beiden Städte nicht vergleichbar: sie haben beide ihren ganz spezifischen Charakter und Charme. Sydney, mit seinem tollen Naturhafen und dem besseren Wetter ist schwer zu schlagen. Für mich ist aber dennoch Melbourne der Favorit: mehr Kunst; mehr Geschichte; eine unschlagbare Gastronomielandschaft. Melbourne is edgy. And that’s just my kind of thing.

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