Mauve iknmlo BoJack BoCouture Clarins ü40 Blog ü50 Modeblog ü60 Fashionblog

Der perfekte Samstag in … Fidschi

Insel

Manche Orte dieser Erde haben einen ganz besonderen Klang, einen ganz besonderen Zauber. Dazu gehört für mich auch die Südsee. Ob „Robinson Crusoe“, die Meuterei auf der Bounty oder die Bilder Paul Gauguins – die Inseln des Pazifik hat schon immer ein Hauch von Abenteuer und Romantik umweht.
Daher konnte ich es kaum erwarten, als sich mir jetzt die Möglichkeit zu einer ganz besonderen Reise auf die Fidschi-Inseln bot, und zwar zu den Nachkommen des im 19. Jahrhundert in die Südsee ausgewanderten Botanikers Jacob Storck (Danke, Dagmar!).
Bevor der „offizielle“ Teil begann, wollte ich mir unbedingt einen Traum erfüllen und einige Tage auf einer Insel verbringen, die ich zu Fuß umrunden kann! Gesagt getan, auf nach Navini Island. Ich war sehr gespannt, ob sich meine hohen Erwartungen an Fidschi erfüllen würden. Denn irgendwas ist ja immer, und die Realität kommt den idealisierten Vorstellungen meist in die Quere. Nicht so hier.

Der perfekte Tag (ob Samstag oder ein anderer Tag ist hier eigentlich egal) beginnt mit einem Frühstück mit Blick auf den Pazifik. Sollte einem danach nach etwas Bewegung sein, spaziert man einmal um die Insel. Dauer: ca. 15 Minuten. Beeilen sollte man sich auf gar keinen Fall, denn in Fidschi gilt die „Fiji time“.

brekki2

Danach ist ein Päuschen in der Hängematte angebracht, falls man dabei Lust auf eine Kokosnuss bekommt, findet sich immer jemand, der sie einem vom Baum pflückt und mit der Machete öffnet.

nuss2

Nach dem Lunch geht man am Riff schnorcheln, bewundert die vielen bunten Fische und knallblauen Seesterne und ist heimlich erleichtert, dass man gerade keinem Riffhai begegnet, harmlos hin oder her. Anschließend werden Muscheln gesammelt, es wird ein bisschen Stand Up Paddling geübt, und dann ist auch schon Abend. Den läutet man am besten mit einem Gin Tonic zum Sonnenuntergang ein.

sunset

Natürlich bietet Fidschi mehr als nur Trauminseln. Wem diese zu langweilig sind (ha!), der kann auf die Hauptinsel Viti Levu übersetzen, entlang der wunderschönen Coral Coast in die kleine Hauptstadt Suva fahren und sich dort im Museum dem Schicksal des armen Mr Baker widmen. Der englische Missionar besuchte ein Dorf und beging angeblich den Fehler, den Kopf des Chiefs zu berühren. Ein Zeichen großer Respektlosigkeit, das nicht gut ausging: Mr Baker wurde verspeist, und übrig blieben von ihm nur seine ungenießbaren Schuhsohlen …
Um sich von diesem Schrecken zu erholen, kehrt man am besten zum High Tea in das gleich um die Ecke liegende, wunderschön restaurierte Grand Pacific Hotel ein, in dem auch die Queen bei ihren Besuchen abzusteigen pflegte.

Suva3

Wir hatten zudem das Glück, im Inselinneren in Jacobs Dorf am Rewa-Fluss eingeladen und dort mit einer echten Kava-Zeremonie empfangen zu werden. Ein unvergessliches Erlebnis, bei dem man aber unbedingt einige Regeln beachten sollte: Die Knie müssen bedeckt sein, und weder Hut noch Sonnenbrille dürfen getragen werden – dies gilt als respektlos dem Chief gegenüber, ebenso wie das bereits erwähnte Berühren des Kopfes. Zudem sollte als Geschenk für den Chief eine Kava-Wurzel überreicht werden. Zwar endet man bei einer Missachtung nicht mehr wie der arme Mr Baker, aber daran halten sollte man sich trotzdem. Das Kava selbst, ein berauschendes Gebräu aus dem Pulver der Kava-Wurzel und Wasser, schmeckt zugegeben eher wie Matschwasser und hinterlässt ein erst prickelndes, dann taubes Gefühl auf der Zunge. Interessant und berührend ist vor allem die eigentliche Zeremonie, die von langen Reden und ritualisiertem Klatschen begleitet wird und die sich seit 150 Jahren, seit Jacobs Zeiten, praktisch nicht verändert hat.

Nakini

Zurück in Suva kann man zum Beispiel bei Maya Dhaba ausgezeichnet indisch essen gehen, bevor man sich an einen der Strände der Coral Coast zurückzieht oder eine weitere Insel der 332 vorhandenen aufsucht … Glücklich macht Fidschi in jedem Fall! Nur sollte man beim Abschied tunlichst verhindern, dass irgendwer das fidschianische Abschiedslied „Isa Lei“ anstimmt. Sonst macht man, in Tränen aufgelöst, womöglich auf der Stelle kehrt. Vinaka vaka levu, Fiji!

Sie möchten diesen Artikel teilen?

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahren Sie mehr darüber, wie Ihre Kommentardaten verarbeitet werden .