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Dekadenblick … Traumurlaub

Traumurlaub-CollageDie Urlaubszeit geht langsam zu Ende. Genau die Richtige Zeit, noch ein wenig in Erinnerungen zu schwelgen! Oder schon den nächsten Traumurlaub zu planen. Für viele Menschen ist die Vorstellung eines solchen vermutlich verknüpft mit Sonne und Meer. Oder es geht um Ziele, die schwer erreichbar, vielleicht gar unerreichbar, erscheinen. Um Träumereien eben.

Vielleicht hängt der Traum aber gar nicht zusammen mit einem bestimmten Land oder einer Stadt an sich, sondern einem hochgelobten, mit vielen Sternen bedachten Hotel? Oder eher mit einem besonderen Menschen?

Der Traumurlaub, so viel ist klar, ist vollkommen individuell. Er geht mit kleinem und grossem Buget, alleine, zu zweit oder in der Gruppe. Er geht so, wie man ihn sich wünscht.

Ursel (60+) über Traumurlaub

Urlaub ist ja heute ein Statussymbol. Immer exotischer, gefährlicher, weiter weg oder höher. Ich aber will im Urlaub faul sein, mich bedienen lassen und ausruhen. Deshalb fahre ich gerne dahin, wo ich schon einmal war. Zum Beispiel nach Italien. Das Land ist überall sehr schön, doch am liebsten mag ich die Marken. Die Gegend liegt auf der östlichen Seite des Stiefels auf der Höhe von Rom. Die Landschaft sieht aus wie ein riesiger, rustikaler Garten mit Weinbergen, Olivenhainen, Pappeln und Sonnenblumenfeldern. Das Dorf, an das ich mein Herz verloren habe, liegt im Hinterland in den Bergen, hoch oben auf einem Hügel. Es hat eine Stadtmauer, viele Kirchen, ein schönes, uraltes Theater und ungefähr 300 Einwohner.

In Zeiten des Massentourismus ist die Zurückgezogenheit dieses Ortes ein solcher Vorzug, dass ich ihn im Sommer nur verlasse, um am frühen Morgen ans Meer zu fahren. Dort stürzen wir uns zur Abkühlung ins Wasser und setzen uns danach auf einen Espresso und einem frisch gebackenen Teilchen ins Strandlokal. Danach schlendern wir zu den blau-weiß gestreiften Liegestühlen und dem blau-weiß gestreiften Sonnenschirm, versuchen eine Seite zu lesen, schlafen ein, erwachen irgendwann, zuckeln mit dem Fahrrad die Promenade entlang und halten nach irgend einem Fischlokal Ausschau, das die Strandnachbarn empfohlen haben. Wir bestellen Meeresgetier in allen Variationen, betrinken uns ein wenig mit dem köstlichen, offenen Weißwein, zuckeln zurück zu unseren Liegestühlen und halten ein Mittagsschläfchen. Am Nachmittag fahren wir zurück ins Dorf. Abends trinken wir ein Glas Wein an der Bar und lesen Zeitung. Zuvor haben wir uns natürlich gestärkt. In den Marken kann man richtig gut essen. Da in dieser Gegend das ganze Jahr über Trüffel wachsen, wird damit nicht gespart. Auf der Carbonara, auf dem Spiegelei, auf dem Bistecca. Köstlich.

Jedes Jahr nehme ich mir vor, mal wieder nach Neapel oder Rom zu fahren oder wenigstens nach Urbino oder Assisi, um mich ein wenig mit Kunst und Kultur zu füttern. Aber wozu diese Anstrengung? Schließlich habe ich ja Urlaub.
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Ute (50+) über Traumurlaub

Ich bin nicht nur kurz mit dem Boot zu Besuch gekommen, sondern ich wohne hier, solange es mir gefällt! Mein Aufenthalt im Palazzo Borromeo auf der Isola Bella im Lago Maggiore ist unbegrenzt und das Personal ist freundlich. Die Touristen sind die Anderen und sie müssen sich ganz schnell auch andere Ausflugsziele suchen, denn ich brauche die Ruhe und muss ungestört meinen Gedanken nachgehen können, spontan entscheiden, wann ich schwimmen gehe oder einfach im weitläufigen terrassierten Garten mit dem Liebsten lustwandeln möchte. Jeden Tag besuche ich eine weitere Muschelgrotte und stell´mir manche der Personen, Isabella d` Adda oder Jean Paul, vor , berühmt oder namenlos, die vor mir hier waren. Das Bett, in dem schon Napoleon geschlafen hat, lasse ich austauschen gegen ein modernes Boxspringbett mit stufenloser elektrischer Verstellung, damit ich morgens nach dem Aufwachen auf den See blicken kann. Manchmal liege ich einfach nur so da und betrachte die herrliche Deckengestaltung und bedanke mich bei den Handwerkern, die damals noch Künstler waren und viel Zeit haben durften, diesen herrlichen Palast zu erschaffen.

Manchmal zieht es mich nach Stresa oder Mailand in Kirchen, Kathedrale und Ausstellungen und ich lasse mich mit dem Boot übersetzen oder fahre mit dem Zug weiter. Es macht auch nichts, wenn ich das ein oder andere neu erworbene Kleidungsstück aus einem der Geschäfte der Via della Spiga, Milano bei meiner Rückkehr mit bringe, denn in der Abendkühle fröstele ich leicht und der Kaschmirschal wärmt. Ich kann perfekt Italienisch und mit meinen Gästen spreche ich darüber, ob ich mehr Sport machen sollte, oder Flugreisen die Umwelt so sehr belasten, dass ich ein schlechtes Gewissen haben sollte. Und überhaupt, wie kann ich nur so egozentrisch sein und diese paradiesische Insel (fast!) ganz allein bewohnen wollen! Wo kämen wir denn dahin, wenn jeder im Urlaub einfach nur das machen wollte, was er will? Und jede und sie noch dazu! Ich sei doch sonst nicht so abgehoben! Und bisher schwärmte ich immerzu vom Meer und gäbe mich nun mit einem See zufrieden…

Ja, aber es ist auf meiner Insel wirklich traumhaft schön und ich bin sicher, irgendwann werde ich dem Einhorn begegnen!

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Cerstin (40+) über Traumurlaub

Traumurlaub, das ist für mich ein Urlaub, von dem man eigentlich nur träumen kann. Nicht klein klein, sondern “mit alles”. Einer, der alles beinhaltet, wovon man träumt, wenn man keinerlei Verpflichtungen und Zeit zur freien Verfügung hat.

Meine Traumurlaub-Kriterienliste ist daher recht lang und sogar ein bisschen widersprüchlich:

  • Ausschlafen und nur meinem eigenen Rhythmus folgen können, keiner der entscheidet, wann ich wo was zu tun habe außer mir selbst, essen (gehen), wenn ich Hunger habe oder auch einfach mal einen ganzen faulen Tag lang im Bett bleiben. Bleiben, wenn es schön ist, weiter ziehen, wann es mir gefällt, und immer wieder ein bisschen überrascht sein, wohin der Wind (die Füße oder öffentliche Verkehrsmittel) mich trägt.
  • Apropos Essen: fremde Küchen, exotische Gewürze, unbekannte Köstlichkeiten in fernen Ländern entdecken gehört auf jeden Fall dazu. Ich probiere fast alles und habe zum Glück einen robusten Magen, so dass ich auch richtig scharfe oder richtig exotische Gerichte gut vertragen kann. Für gutes Essen gebe ich gerne Geld aus, erst recht begleitet von einem guten Wein.
  • Eintauchen in fremde Kulturen ist so viel einfacher, wenn man wirklich herumreist und nicht an einem Fleckchen verweilt. Auf eigene Faust Land und Leute entdecken. Etwas Neues lernen über die Welt und die Menschen und dadurch auch über mich selbst ist für mich fast das größte Highlight jeden Urlaubs. Dazu gehört für mich auch, die Landessprache zu lernen, um zumindest einen ersten Zugang zu den Menschen, denen ich begegne, zu finden, bevor ich auf Englisch oder Französisch ausweichen muss. Meist sind das leider nur ein paar Brocken, aber in meinem Traumurlaub mache ich auf jeden Fall einen Sprachkurs, weil ich auch für mein Leben gerne Sprachen lerne.
  • Ein bisschen Stadt, ein bisschen Strand. Beides nicht zu lange an einem Stück. Museen, chice Restaurants, Shopping in kleinen geheimen Boutiquen. Gerne auch mal ein Flohmarkt oder nur die Schaufenster von Tiffany’s. Durch die Szeneviertel bummeln, in süßen Straßencafés bei einem Milchkaffee Leute beobachten und Kräfte sammeln, ein paar Stunden lang die Beautyprodukte in ausländischen Drogerien checken, die neuen Kollektionen der großen Designer studieren, in der Rooftopbar auf die neu erworbenen Schätze anstoßen, danach ins Kino oder Theater, viel besser kann mein Leben nicht sein. Aber nach einer Woche habe auch ich Stadtkind davon die Nase voll und es zieht mich raus in die Natur. Ich liebe auch das Meer und weiße Sandstrände gehören ganz klar auch für mich zum Traumurlaub dazu. Aber wirklich nur begrenzte Zeit. Zum Sonnenbaden bin ich eh nicht geeignet, da wird mir auch schnell zu heiß oder zu langweilig. Abhängen am Strand schaffe ich genau drei Tage, alles darüber ist für mich ein Graus und danach fühle ich mich meist erschöpfter als vorher. Schnorcheln, Surfen, zur Not auch Muscheln sammeln machen es für mich erträglicher.
  • Überhaupt gehört Bewegung für mich zu einem richtigen Traumurlaub dazu: Skifahren, Surfen lernen, Yoga, Wandern, natürlich immer gefolgt von einer luxuriösen Massage! Autofahren gehört für mich definitiv nicht dazu. Die meisten Menschen, die mit dem Auto in den Urlaub fahren, sind schon bei der Ankunft am Urlaubsort so gestresst oder genervt voneinander, dass sie zwei Wochen brauchen, um sich wieder zu erholen. Dann ist der Urlaub meist vorbei.
  • Zu einem Traumurlaub gehört für mich auch immer Zeit mit den Menschen, die mir wichtig sind. Quality time mit dem Mann meiner Wahl, der zu meinem großen Glück ganz ähnliche Vorstellungen von Traumurlauben hat wie ich selbst und dem ich einige der besten Urlaube meines Lebens zu verdanken habe. Urlaubszeit mit besten Freundinnen oder meiner Schwester ist oft so wunderbar unkompliziert, witzig, glamourös und unbeschwert wie es nur mit Frauen sein kann, mit denen man auf einer Wellenlänge ist. Aber ganz unbedingt auch Zeit nur mit mir selbst, ganz allein die Welt entdecken, offen wie sonst nie für Begegnungen mit Menschen und fremden Kulturen. Ja, manchmal erfordert es ein bisschen Mut, aber es macht auch mutiger, offener und selbstbewusster. Vor allem aber gibt es mir die Chance, auszuschlafen und nur meinem eigenen Rhythmus folgen zu können, keiner der entscheidet, wann ich wo was zu tun habe außer mir selbst.

Ein einziges Mal habe ich so einen richtigen Traumurlaub schon erleben dürfen, einer, der alles hat, von dem man eigentlich nur träumen kann. Alleine los zum Sightseeing und den Museen in Sydney und Chillen am Bondi Beach, tolle Menschen kennenlernen und Wandern in den Blue Mountains, die Küste runter bis Melbourne, Fergburger essen in Queenstown und Freunde treffen in Wellington, Spanisch lernen und hard core Shopping in Buenos Aires, dort Treffen mit der Liebe meines Lebens und dann Pärchenurlaub quer durch Peru, Inka Trail nach Machu Picchu und 12 Gänge Menü im Sternerestaurant von Gastón y Astrid.
Ich träume noch heute ganz oft davon.
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Tanja (30+) über Traumurlaub

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Mit dem Tuk Tuk auf nach Angkor

Ich reise für mein Leben gerne. Und so ist es kaum verwunderlich, dass mir etliche Traumurlaube im Kopf herumschwirren. Gleich mal vorweg: was nicht dazu gehört ist der Badeurlaub mit tagelanger am-Strand-Hockerei. Klar, ein schöner Strand mit Palmen, türkisblaues Meer und Sonne – finde auch ich herrlich. Ich könnte aber nicht jeden Tag dort rumliegen und so gar nichts machen. Da käme mir dann ziemlich schnell das Wort Albtraumurlaub in den Sinn!

Und so definieren sich alle meine Traumurlaube weniger durch die Idee des “Relaxens” oder des “Sonne tankens”, sondern vielmehr durch “Abenteuer” und “Entdeckungen machen”. Damit meine ich nicht, dass ich von irgendeinem Gebäude Basejumping machen muss oder irgendwo mit Haien tauchen will. Nein. Abenteuer geht auch anders, beschreibt für mich vor allem, dass man neue Dinge kennenlernt, Menschen trifft und nicht nur auf ausgetretenen Touristenpfaden wandelt. Manchmal spielt eine Portion richtiges Abenteuer eine Rolle, aber vor allem geht es darum, neue Erfahrungen zu sammeln.

Diesen “Kriterien” entsprechend hier meine Top 5 Traumurlaub-Hitliste:

  1. Tibet: Nur zu gerne würde ich einmal das Dach der Welt erkunden. Kein einfacher Wunsch. Die politische Lage ist komplex, und selbst, wenn man davon absieht, dann bereitet mir die Höhenluft Sorgen. Alternativ nehme ich auch die Mongolei.
  2. Ruanda: Auch nicht gerade die Standardwahl. 20 Jahre liegt der Völkermord nun zurück und die stabilsten Verhältnisse gibt es auch hier nicht immer. Aber es hat sich viel getan, und im Regenwald einmal den Berggorillas begegnen … Ja, bitte!
  3. Japan: Und zwar im Frühling zur Kirschbaumblüte (Hanami). Natürlich gibt es auch bei uns in Europa herrliche Frühlingsblüten, aber wann immer ich Bilder aus Japan sehe, wird mir klar: ein absolutes Muss. Wie unglaublich!
  4. St Lucia: Nicht so ausgefallen! Aber wunderschön. Hier lässt es sich bestimmt prima auspannen – mit ein wenig Abenteuer am Rande.
  5. Namibia: hier interessiert mich die Geschichte und die damit einhergehende Verbindung it Deutschland. Einmal Sonnenaufgang in der Wüste, dass ist auch ein Traum.

Wie auch immer ihr euren Traumurlaub definiert, ich hoffe, dass er auch ein wenig abenteurlustig ist.

 

Tanja-Traumurlaubindivid

 

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