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Dekadenblick … Tipps für den Killerauftritt

P1070113Carla Bruni knickst im grauen Mantel, mit grauer Pillbox und schwarzen Ballerinas vor der Queen. Victoria Beckham balanciert hochschwanger auf 16 Zentimeter Plateau-Heels zur Hochzeit von Prinz William und Kate Middleton. Carine Roitfeld mit weißen Pumps zu schwarzen Strumpfhosen. Kate Moss im Pelz zum Hippiekleid. Außergewöhnliche Mode-Persönlichkeiten verstehen sich offensichtlich auf Killer-Auftritte. Wie stylen sich die IKNMLO-Bloggerinnen, wenn sie Eindruck hinterlassen wollen? Hier verraten sie ihre ganz persönlichen Killer-Tipps.

DSC04644Killertipp 1:
Gut gekleidet sind viele Frauen. Um mehr als gut gekleidet zu sein und aufzufallen, muss man sich schon etwas trauen. Schaffen Sie Stilbrüche und Asymmetrien: ein Ohrring statt zwei, Bikerboots zum Paillettenkleid, orangene Bluse zu schwefelgelb lackierten Fingernägeln.

Killertipp 2: Frauen wie ich jenseits der 50 bewegen sich mit unangepasster Kleidung natürlich auf sehr dünnem Eis. Doch stehen uns Souveränität und Selbstironie als Stilmittel zur Differenzierung besonders gut zu Gesicht. Greifen Sie doch mal zu so coolen Hochglanz-Accessoires wie einer silbernen Zigarettenspitze, einem Lorgnon als Lesehilfe oder einem Turban. Anregungen finden Sie auf Ari Seth Cohens Modeblog “Advanced Style”, der ältere Frauen in New York und ihren tiefenentspannten, ungebrochenen Spass an der Mode zeigt.

Killertipp 3: Ein Outfit ist nur so gut wie die Attitude, mit der Sie es tragen. An guten Tagen lautet sie: “Ich wurde geboren, um Euch allen in diesem Kleid zu zeigen, wo der Hammer hängt.” Doch das bedeutet nicht, dass man sich an schlechten Tagen unter der Bettdecke verkriechen muss. Es hilft schon mal, nur das zu kaufen, was wirklich zu einem passt und perfekt sitzt.

Killertipp 4: Denken Sie an einen guten Haarschnitt und ihre Augen, also Lidstrich und Wimpern. Künstliche Wimpern sind leider mühsam, machen aber DEN Unterschied.

tanja2Killertipp 1: Mit Ecken und Kanten. Immer! Das Auge des Betrachters braucht etwas Interessantes, um so richtig in den Bann gezogen zu werden. Und das klappt eben nicht so recht mit der 0-8-15 Nummer. Ist doch auch total langweilig. Also, etwas Mut! Koventionen sind da, um gebrochen zu werden.

Killertipp 2: Immer mit Augen-Make-up! Ursel schreibt vom Effekt der falschen Wimpern, aber es faengt doch schon direkt beim Auge an. Sie werden einfach zu einem besseren Blickfang, wenn sie durch etwas Make-up so richtig leuchten. Als Brillentraegerin ist dies fuer mich noch wichtiger. Aber siehe auch Killertipp 5!

Killertipp 3: Ja, High Heels machen fuer den Killerauftritt ein besseres Gesamtbild. Dem stimme ich zu. Aber sie sind einfach nicht bequem. Und so geht der beste Killerauftritt auch gerne nach hinten los, wenn der Schuh nicht richtig mitmacht. Also: auch mal Mut zu flach, wenn man den Killerauftritt dann besser geniessen kann.

Killertipp 4: Nicht vergessen, dass die Haare auch dazu gehoeren. Ok, wer kurze Haare hat kann vielleicht nicht so viel veraendern, aber bei denjenigen unter Euch mit einer laengeren Pracht: wagt auch mal was Neues!

Killertipp 5: Nicht zu viel Make-up, nicht zu viel Parfum! Wie oft war ich schon bei Parties und Veranstaltungen, wo man kaum noch Luft bekam, weil eine Damen so eingedieselt war, als sei sie in ein Fass mit Parfum gefallen. Und andere, bei denen bei manchen Damen ein orangener Make-up Rand schon den Kragen der Bluse verfaerbt hatte. So gehen keine Killerauftritte, nein. Das sind einfach nur echte Killer. Weniger ist mehr!

DSC04383 (Medium)Ausnahmsweise glaube ich nicht, dass für einen Killerauftritt ein besonderes Kleidungsstück, ein Mörderhighheel oder ein aufwändiges Makeup notwendig sind. Für einen Killerauftritt braucht eine Frau nur eines: die Sicherheit, absolut unwiderstehlich zu sein.

Klar, da können ein Tag im Spa, ein super sitzendes Kleid oder schwingende Hüften in hohen Schuhen hilfreich sein. Aber genau so tut es auch ein erfolgreicher Geschäftsabschluss, eine bestandene Prüfung, eine heiße Nacht oder ein Vater, der seiner Tochter eine wundervolle Kindheit lang versichert, dass sie die die Prinzessin ist. Am besten natürlich alles zusammen.
Aber auch hier gilt: kein Selbstbewusstsein ist so gut wie das, das man sich selbst erarbeitet hat.

Hier also mein “How to” für den Killerauftritt:

Überlegen Sie sich schon im Vorfeld, wie sie wirken wollen. Das kann von Event zu Event unterschiedlich sein und von unwiderstehlich sexy beim Date über Star des Abends bei der eigenen Geburtstagsfeier bis zu souverän unabhängig bei der eigenen Scheidung reichen.

Nehmen Sie sich eine kleine Minute Zeit bevor Sie die Szene betreten. Atmen Sie tief ein, entspannen Sie Ihre Schultern. Stellen Sie sich mental darauf ein, wen Sie treffen werden und welchen Eindruck Sie hinterlassen wollen. Freuen Sie sich auf die Begegnungen, die Musik oder das Essen. Sagen Sie sich, wie toll Sie sind. Lächeln Sie.

Betreten Sie mir diesem Lächeln den Raum. Suchen Sie Blickkontakt mit möglichst vielen Menschen, strahlen Sie sie an und machen Sie deutlich, dass Sie genau jetzt genau hier sein möchten.

Das funktioniert selbst barfuß im Band-T-Shirt, wenn Sie beim Wacken Open Air mittags mit zerzausten Haaren umgeben von lauter Heavy Metal Fans aus dem Zelt krabbeln. Probieren Sie es aus.

Profilbild (Mittel)Die oder der Andere muss ja nicht gleich tot umfallen, aber die Vorstellung, dass auch andere Mütter schöne Töchter haben, sollte sofort gestorben sein, gemördert und gekillt werden! Manchmal reicht schon die knackige Jeans mit der schlichten weißen Bluse! Nur die Wahl der Schuhe darf man sich nicht zu leicht machen, denn High Heels, womöglich spitze High Heels verfehlen ihre Wirkung selten und können gekonnt in Szene gesetzt werden. Ein wenig Lippenstift und Lipgloss und fertig!  Selbstverständlich sind wir schlank und rank, durchtrainiert, ausgeschlafen, haben die besten Sprüche auf den vollen Lippen, schlagen die Augen im rechten Augenblick nieder, klimpern manchmal mit den Wimpern, trinken grade genug Alkohol, um locker und völlig unbeschwert zu wirken, legen dem Gegenüber im Gespräch wie zufällig, leicht die schlanke Hand mit den manikürten, dezent lackierten Fingernägeln auf den Unterarm, wissen uns im Smalltalk – Getümmel zu behaupten, sind von Beruf niemals Lehrerin (Grundschule geht grundsätzlich gar nicht!), streichen uns hin und wieder verträumt das volle Haar aus der Stirn und knöpfen den obersten Blusenknopf  (“Sorry, der geht immer auf…”) langsam wieder zu.

Ist doch ganz einfach, Mädels!

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