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Dekadenblick… Sonnenbrillen Neuauflage

sonnenbrilleAuf? Ab? Helle, dunkle, blaue, grüne Gläser? Rund oder eckig? Markenfabrikat oder Supermarktmodell? Witzig, auffallend, zurückhaltend? Jede Saison eine neue Sonnenbrille?
Sind wir eher unentschlossen, oder wissen wir so richtig Bescheid?!
Frühling, Sommer, Herbst und Winter: Wie halten wir es mit der Sonnenbrille?

Ursel (60+) über Sonnenbrillen

P1110886Ich gehöre gerne zur Sonnenbrillenfraktion, denn da weiß ich mich in guter Gesellschaft. Die Blues Brothers gehören dazu, Andy Warhol, Ray Charles und Anna Wintour. Die Macht der dunklen Gläser ist erstaunlich, denn sie macht ganz normale Menschen zu Kunstfiguren und lässt sie hinter einer Maske verschwinden. Soll die Welt doch rätseln, welches undefinierbare Wesen sich dahinter verbirgt. Mein Lieblings-Gesinnungsgenosse ist Karl Lagerfeld, der auf die Aufforderung, er möge seine Sonnenbrille ablegen, antwortete: “Das geht nicht. Die Sonnenbrille ist mein mobiler Lidschatten.”

Es gibt die coolen Sonnenbrillen und die doofen. Mit einer verspiegelten Pilotenbrille sieht eine Frau schnell aus wie Barbie, die sich zu Ken ins Cabrio setzt. Ein Logo am Bügel ist was für Möchtegerns und sieht aus, als wäre man unterwegs zur Mottoparty „Oligarchen in Monte Carlo“. Jemandem, der ein Gestell trägt, das mit der Haut eines Aals überzogen ist, kann man eigentlich nur wünschen, dass ihm demnächst auch mal die Haut abgezogen wird. Mit den kleinen, runden Formen, sofern sie einem stehen, kommt man dagegen ziemlich smart daher. Schön finde ich auch Cat Eye-Brillen in der Schmetterlingsform der Fifties. Ich entdecke sie oft zufällig auf Reisen oder ich kaufe sie auch schon mal auf dem Flohmarkt.

Ute (50+) über Sonnenbrillen

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Eigentlich glaubte ich, diese Sonnenbrille sei eine Anschaffung “für’s Leben”! Eigentlich. Denn die große Pradabrille mit den dunklen Gläsern wurde vor der Afrikareise überlegt ausgewählt und hielt, was sie versprach. Licht- und Blendschutz, schickes Design. Versehen mit dem Band aus kleinen Perlen, erworben an einem Strassenverkaufsstand in Tanzania, kann ich meine Sonnenbrille beliebig auf- und absetzen und sie hängt jederzeit einsatzbereit an meinem Hals. Und das ist schon das Äußerste, was ich ertragen kann. Leider kann ich mich nicht daran gewöhnen eine Sonnenbrille an sonnigen Tagen stets auf der Nase zu lassen – so, wie es doch eigentlich gedacht sein sollte. Ich scheine mehr der Auf- und Absetztyp zu sein. Ich muss eben genauer hinsehen und bin fest davon überzeugt, dass Details der visuell wahrnehmbaren Welt ( manchmal bilde ich mir sogar ein, mit Sonnenbrille schlechter zu hören- aber das scheint wohl ein ganz anderes Thema zu sein…) sich mir mit Brille eher entziehen. Nun baumelt die fette Pradabrille am Afrikaerinnerungsperlenkettchen locker in meinem Dekoltee und ich nehme sie einfach ab und stopfe sie erbarmungslos in das viel zu kleine Sommertäschchen. Weg damit. Zeit abgelaufen. Zumal der Herr meines Vertrauens mir schonungslos klarmachte: Brille – geht so. Perlenband – ab damit!

In der Schublade warten weitere Sonnenbrillenmodelle auf ihren Einsatz. Sollen sie erst mal liegen bleiben. Ich blinzle zufrieden in die Sonne, denke nicht an Augenfältchen und setze mich in den Schatten.

Cerstin (40+) über Sonnenbrillen

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Ich finde, jede Frau braucht drei verschiedene Sonnenbrillen:

  • eine, die man sich im Café und unterwegs stylish in die Haare schieben kann, die gut sitzt und in der sich die Haare nicht verfangen. Sonnenschutz und lässiger Haarreifersatz in einem sozusagen. Bei mir ist das ein bronzenes Metallgestell mit kleinen ovalen Gläsern von Kenzo.
  • eine mit richtig guten (am besten polarisierten) und großen Gläsern, für absoluten Sonnenschutz auch auf dem Gletscher (wer trägt schon gerne Skibrillen?), zum Autofahren und zum Lesen am Strand. Meine dunkelbraune RayBan polarised begleitet mich überall hin.
  • und eine Sonnenbrille für den Divaauftritt, riesige tiefdunkle Gläser, schwarzes Gestell, mit der man das halbe Gesicht vor den lästigen Paparazzi oder die verquollenen Augen nach einer durchtanzten Nacht vor kritischen Blicken schützen kann. Dafür habe ich eine wundervolle Version von Giorgio Armani mit silbernen Knödeln an den Bügeln, mit der ich aussehe wie Puck die Stubenfliege.

Aber für welches Modell man sich auch immer entscheidet, eine Sonnenbrille ist immer mehr als nur ein Schutz der Augen vor der Sonne. Sie ist ein entscheidendes Accessoire wie Schuhe oder Handtaschen. Sie verändert einen Look in Sekunden von cool zu sexy, elegant oder sportlich. Die Wahl sollte immer passend zum Gesicht und nie abhängig von irgendwelchen Trends ausfallen. Und auch wenn zur Zeit alle Menschen unter 30 glauben, mit RayBan Wayfarer oder Pilotenbrillen super trendy zu sein (wenn Sie wie ich über 40 sind, haben Sie sicherlich noch eine in der Schublade liegen), so macht sie das mehr noch als die zurzeit obligatorischen Nike Free oder Camp David Jacken zu den ultimativen Fashion Victims.

Es sei denn, Sie sind Don Johnson. Oder Top Gun Pilotin.

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Tanja (30+) über Sonnenbrillen

 

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Als Brillentraegerin hat die Sonnebrille fuer mich zuerst einmal eine ganz praktische Bedeutung: ich brauche sie zum guten Durchblick. Und im Sommer ist der fuer mich besonders wichtig, denn ich habe auch noch recht lichtempfindliche Augen. Da ich keine Kontaktlinsen trage, kommen manche Sonnenbrillenmodelle fuer mich gleich gar nicht in Frage: es muessen Modelle sein, in die meine Brillenstaerke mit guten Glaesern hineinpasst. Und so geht es auch auf jeden Fall immer zum Optiker. Und klar: polarisierte Glaeser sind ein Muss.

 

Da ich eben immer richtige Glaeser machen lassen muss, habe ich nicht jeden Sommer eine neue Sonnenbrille. Fuer mich sind also neutrale Modelle am besten, die immer und fuer alles gehen: sowohl am Strand also auch in der Bar auf der Dachterasse in Hong Kong, in der Stadt beim Shopping und auf der Alm. Im Sommer und im Winter.

 

Meine zwei Sonnenbrillen, die sich so fuer alle Einsaetze bereit halten, sind von Versace (Bild oben) und RayBan (Bild unten). Aber natuerlich keine Pilotenbrille, denn, da finde ich hat Cerstin vollkommen recht, die geht nicht! Auch fuer Menschen ueber 30. Und ueberhaupt eigentlich nie und fuer niemanden. Auch auf meiner no-no Liste: Carrera Sonnebrillen. Ugh. Immer wieder gut hingegen finde ich Sonnenbrillen mit grossen Glaesern. Denn bei Sonnenbrillen gilt fuer mich ganz klar: big is beautiful!

Tanja Sonnenbrille2

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