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Dekadenblick … Armbanduhren

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Die erste bekommt man oft zur Einschulung und hier sind die meisten Menschen sich noch einig: rund sollte sie sein, mit Zeigern und gut lesbaren Ziffern, damit man mit ihr die Uhr lesen lernen kann.
Doch ganz bald danach scheiden sich die Geister. Rund oder eckig, analog oder digital, Plastik-, Metall- oder Lederarmband, zierlich oder protzig, mit Brillis besetzt oder aus Gold in der Tasche, römische, arabische oder gar keine Ziffern, Designerlabel oder Uhrenmanufaktur, modisches Accessoire jeweils passend zum Outfit oder “the one and only”?

Ursel (60+) über Armbanduhren

P1110855Eine Uhr sollte etwas Dauerhaftes sein. Schön, wenn sie die Geschichte einer großen gemeinsamen Reise durchs Leben erzählt. Ich habe diese eine wirklich sehr schöne Uhr. Früher habe ich sie immer getragen, seit einigen Jahren trage ich sie seltener. Es war irgendwann an der Zeit, mich nicht mehr hetzen zu lassen und mich nicht mehr selbst zu hetzen. Die Zeit ist kostbar, und ich möchte sie nicht damit vergeuden, auf eine Uhr zu blicken, sondern so selbst bestimmt und frei zu leben wie möglich. Ich bin sehr dankbar für die Freiheit, mich von meiner inneren Uhr leiten zu lassen. Doch meine Armbanduhr mit ihrer schönen Geschichte ist, auch wenn ich sie nicht mehr oft trage, immer präsent. Sie liegt in einem schönen Schmuckkästchen.

Ute (50+) über Armbanduhren

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Ich lese gern das ZEIT Magazin und wundere mich zunehmend, dass Martenstein (ja, ich verehre, schätze und bewundere Sie sehr, verehrter Kolumnist!), es jede Woche auf’s Neue aushält, all’ seine zeitkritischen Überlegungen in der unmittelbaren Nachbarschaft der raumgreifenden Werbung für Armbanduhren des hochwertigen Sortiments zu platzieren! Aber auch er muss ja leben und das wohl nicht von ZEIT – kritischen Artikeln… Auf jeden Fall scheint es heutzutage, will man denn der einschlägigen Werbung vertrauen, gradezu lebenswichtig zu sein, dass schon der Vater, wahrscheinlich als eine Art Fortführung des vielbeschworenen Generationenvertrags, dafür, dank der entsprechenden pekuniären Ausstattung, Sorge trägt, dass der Sohn sicher sein kann, mit der richtigen Auswahl des Armbanduhrenmodells, jederzeit glauben kann, zu wissen, was die Stunde geschlagen hat! Hier können Traditionen gepflegt oder geschaffen werden! Ich könnte mir vorstellen, dass auch das Töchterchen die breite Breitling als modisches Accesoire für sich entdecken mag und zur Boyfriendjeans die Manhoodwatch locker am Armgelenk baumeln lässt…

Und schon ist es wieder offensichtlich: Wir Frauen haben es einfach leichter zu glänzen und unsere einmalige Persönlichkeit in Szene zu setzen! Denken wir nur an Schmuckstücke in all’ ihrer Vielfalt, Schuhe und Kosmetik…

Sieht man vom Ehering ab, so hat der goldkettchenfreie Mann nur eine bescheidene Auswahl schmückender und glänzender Aussenwirkung! Wer mag da noch kleckern! Her mit den fetten Uhrenteilen!

Cerstin (40+) über Armbanduhren

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Irgendwann im Leben kommt die Zeit für eine Statement Watch, für die eine, die von nun an einzige Armbanduhr, die einen fortan durchs Leben begleiten wird. Sie ist kein modisches Accessoire sondern vielmehr eine Aussage. Eine Entscheidung fürs Leben. Und wie all diese, sollte sie nicht leichtfertig oder aus den falschen Gründen getroffen werden.

Vielleicht bekommt man sie von einem lieben Menschen geschenkt, vielleicht hat man sie sich aber auch hart erarbeitet und Jahre lang zusammen gespart, vielleicht ist sie ein Glücksfund in einem kleinen Laden am Ende der Welt oder ein besonderes Erbstück.
Für manche ist diese Uhr eine goldene Rolex, für andere eine dicke Panerei. Wieder andere werden mit einer Swatch alt.

Die Statement Watch ist keine Frage des Preises, aber oft dauert es viele Jahre bis man sich selbst und den eigenen Stil so gut kennt, dass man sich so sehr binden möchte. Und dann sind oft die eigenen Ansprüche an das Design und die Technik so hoch, dass es schon etwas teurer werden kann.

Meine Statement Watch habe ich jahrelang in Schaufenstern angeschmachtet, unzählige Male anprobiert, jetzt endlich ist sie mein. Sie ist schlicht, aber sehr besonderes. Ein bisschen extravagant und dabei klassisch zeitlos und ich finde, wie für mich gemacht. Meine Uhr fürs Leben eben.

Tanja (30+) über Armbanduhren

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Mein nicht besonders stylischer – aber sehr praktischer – Reisebegleiter am Temple of Heaven in Peking

Eine Armbanduhr habe ich frueher immer getragen. Jeden Tag. Dran geklebt habe ich. Puenktlich sein ein absolutes Muss. Ach Quatsch, puenktlich? Ueberpuenktlich war das Motto. Lieber 30 Minuten zu frueh, als 1 Minute zu spät. Wirklich!

Und dann kam Neuseeland. Und damit das Motto: kommste heute nicht, kommste morgen – und wenn du morgen auch nicht kommst, dann geht die Welt vermutlich auch nicht unter. Neuseelaender sind unheimlich relaxed. Manchmal zu relaxed wuerde ich sagen. Aber ich danke ihnen dafuer, denn so musste ich lernen, selbst auch relaxter zu werden. Zumindest ein wenig.

Klar: es gibt Dinge, fuer die muss man puenktlich sein. Meine Seminare in der Uni. Abfahrten und Abfluege. Theatervorstellungen. Das heissgeliebte Rugby-Spiel. Aber Fakt ist: ich klebe nicht mehr wirklich an der Uhr. Letzte Woche haette ich daher fast einen Zug verpasst. Vor 6 oder 7 Jahren, also vor Neuseeland, waere mir das nie passiert.

Durch diese Aenderung hat fuer mich jetzt auch die Armbanduhr eine andere, eine untergeordnetere, Rolle. In vielerlei Hinsicht ist die Armbanduhr ist fuer mich also vor allem ein Nutzgegenstand. Aber natuerlich muss sie auch etwas hermachen – zumindest fuer manche Anlaesse.

Und so beherbergt meine Uhrschatulle mehrere Uhren.

  • Meine Baby-G von Casio. Ne, so richtig sexy ist die nicht. Von Fashionista keine Spur! Aber sie ist der beste “zeitliche” Reisebelgeiter: mit Weltuhr und Wecker, und eine durch Sonne wieder aufladbare Batterie. Superpraktische bei einem Flug durch verschiedene Zeitzonen und durch entlegene Gebiete. Da kann nichts schiefgehen!
  • Eine schlichte silberne Armbanduhr mit schwarzem Lederarmband von DKNY. Nicht total edel, aber schick genug fuer den Arbeitsalltag.
  • Dann eine Alltags-Armbanduhr von Swatch in weiss. Ist ein wenig witzig. Gut fuer alles, wo es etwas relaxt zugeht.
  • Und dann meine neuste Errungenschaft! In die ich noch immer ganz verschossen bin! Eine Uhr, die auf den ersten Blick ueberhaupt nicht wie eine aussieht: die Bryant Park Black Wide Bangle Watch von DKNY. Bryant Parkt ist einer meiner liebsten Parks in New York. Alleine deshalb war ich sofort schwer verliebt. Und die Beschreibung sagt es ganz richtig: “The Bryant Park watch is sexy, dramatic and totally New York. The clean, crisp lines of its square case call to mind the skyscrapers that stand stalwart in the city’s skyline and the gridded pattern of Manhattan’s streets – all beautifully geometric and refreshingly bold.” I’m loving it.

PS: So ganz kann ich es natuerlich mit der Puenktlichkeit nicht lassen: alle meine Armbanduhren gehen immer ein paar Minuten vor.

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