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Das ideale Wochenende in … Natur pur im Gräflichen Park

_DSC6303 (Mittel)Ich bin auf dem Land aufgewachsen, und war so immer von viel Natur umgeben. Hinter dem Haus ein Wald, Felder und Blumenwiesen – daran erinnere ich mich gerne. Und vielleicht kommt daher auch meine Vorliebe für die Naturfotografie. Ich mache gerne Bilder von Bäumen und Blumen. Ich liebe das besondere glitzern ihrer Farben im Sonnenlich, aber auch den etwas grauen und düsteren Regentag: in der Natur liegt immer ein besonderer Charme. Die Sache mit der natürlichen Ausstrahlung eben!

Und so freute ich mich bei unserem Wochenenende im Gräflichen Park in Bad Driburg vor allem darauf, den herrlichen Park genauer zu erkunden. Denn dieser ist nicht einfach ein Park, nein: er ist ein wunderbares Kunstwerk für die Augen! Ein Park nach englischem Vorbild und mit einer langen Geschichte und vielen Auszeichnungen.

Den schönsten ersten Eindruck vom Park gewinnt man von der doppelreihigen Lindenallee in der Nähe des Eingangs – mit dieser Allee wurden Ende des 17. Jahrhunderts die sprichwörtlichen Fundamente für den Park gelegt. Weitere Alleen und Bäume kamen über die Jahre hinzu, die Bäume wuchsen. Heute bilden sie ein stimmiges Bild mit ihren mächtigen Stämmen und dem grünen Blätterkleid.

Man kann durch die Alleen flanieren. Auf einer der vielen weissen Bänke sitzen und die Tiere und Menschen im Park beobachten. Unter dem schattenspendenden Laubdach der grossen Eiche ein tolles Buch lesen. In der Abendsonne dem Blätterrauschen zuhören. So geht Erholung!

Die erste bin ich nicht, die in dieser himmlischen Umgebung der Natur nahe kam. Auch viele berühmte Persönlichkeiten haben den Park über die Jahrhunderte hinweg besucht. Vor allem denke ich hier an die Verbindung zu Friedrich Hölderlin, einem der bedeutendsten deutschen Dichter des späten 18. Jahrhunderts,  der durch das “Hölderlin-Hain” und die in der Blickachse liegende Diotima-Insel, im Park verewigt ist. Die Diotima erzählt über die unerfüllte Liebe zwischen Hölderlin und der Bankiersgattin Susette Gontard, die gemeinsam Ende des 18. Jahrhundert mehrere Wochen im Gräflichen Park verbrachten. Eine tragische Geschichte, vor allem in Hinblick auf Hölderlins spätere Krankheit und den frühen Tod von Susette.

In der Natur gibt es nie Stillstand. Wechselndes Wetter und vor allem das Licht bieten immer  neue Perspektiven im Park. Die Jahreszeiten geben natürliche Veränderungen vor. Der Gräflichen Park fordert sich – und so auch die Besucher – aber auch immer wieder bewusst heraus: neue Blumenarrangements und Landschaftsgestaltung spielen eine wichtige Rolle. Ich freute mich besonders auf den Stauden- und Gräsergarten des niederländischen Landschaftsarchitekten Piet Oudolf. Und der war atemberaubend. Oudolf ist ein renommierter Gartenkünstler, der nicht nur Projekte in den Niederlanden leitet, sondern auch im europäischen Ausland und Nordamerika arbeitet. So hat er beispielsweise den New Yorker “High Line” Park beflanzt – eine stillgelegte oberirdische Bahntrasse, die sich mitten durch Manhattan schlängelt.

Und so flanierte ich. Kniete ich. Schaute ich. Roch ich. Und genoss ich. Natur pur im Gräflichen Park!

Detaillierte Informationen zum Park gibt es auf der Webseite des Gräflichen Parks.

Kleidung: Marc Aurel
Makeup: Clarins
Fotos: Stephan Burghoff für Iknmlo

2 Comments

  1. 12/02/2017 / 14:08

    Danke für die tollen Beiträge zu Bad Driburg.
    Wir fahren öfter mal dahin, um Schwiegervater zu besuchen und/oder dort mit ihm Essen zu gehen. Ich finde Bad Driburg gruselig: überwiegend alte Menschen, in den 60er Jahren sind viele schreckliche Bauten hochgezogen worden, auch die Umgebung… (vor allem im Winter) dort möchte mal nicht tot überm Zaun hängen. 🙁
    Aber der Park ist wirklich schön und es lohnt sich absolut, ihn zu besuchen. Eine Insel inmitten der sonst vorherrschenden Spießigkeit und der plattenbauähnlichen Architektur.
    Ein echter Geheimtipp, auch nur für einen Tagesausflug!

  2. Cerstin
    12/02/2017 / 16:40

    Das stimmt, der Park ist wirklich eine kleine Insel der Schönheit. Wir waren ja im Spätsommer da, aber auch im Herbst, im Winter und im Frühjahr kann man da wundervoll entspannen!

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