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Chanel, Gabrielle (Coco)

ChanelSehr geehrte Mademoiselle Chanel,

wie sehr habe ich mich gefreut, Ihnen, Ihrer Geschichte und den Kreationen Ihres Hauses in Hamburg begegnen zu dürfen!

Mythos Chanel, Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, 28. Februar – 18. Mai 2014

Da Ihr Leben in vielerlei Varianten erzählt und aufgeschrieben ist, Sie schon zu Lebzeiten zu einer Legende geworden sind, weiß ich es umso mehr zu schätzen, heute einen exclusiven Einblick in Ihre Mode und Ihren ganz besonderen Stil zu erhalten! Schon die ersten Blicke auf die Original Kleider, die Marlene Dietrich bei Ihnen bestellen durfte (vgl. Rechnung vom 20.2.1968 ausgestellt auf : Madame Marlene DIETRICH 12, avenue Montaigne PARIS/5886,- U.S.Dollar), nehmen gefangen und bestätigen Ihren Ruf als Mode-Ikone und Net-workerin!

Sie haben es geschafft, zahlreiche prominente Damen aus der Gesellschaft der Welt des Films oder des Showbusiness von Ihrer Mode-Idee zu überzeugen!Ausgestelltes Bildmaterial berühmter Fotografen bestätigt: Ingrid Bergmann, Romy Schneider, Claude Pompidou, Jacqueline Kennedy… kleiden sich „in Chanel“. Ihr erheblicher Einfluss erstreckte sich bis auf dem amerikanischen Kontinent, wo in den frühen 60-er Jahren Ihre Chanel-Modelle gemeinsam mit “Chanel-Kostümen” amerikanischer Designer in der amerikanischen Vogue abgebildet wurden! Es spricht für Ihre vorausschauende Weltsicht, dass Sie schon früh erkannt haben, “dass “Entdeckungen gemacht werden, um kopiert zu werden!”

Ganz groß natürlich die gekonnte Raffinesse Ihrer „Kleinen schwarzen Kleider“, „Modeklassiker mit Kultpotential“, deren Variationen und modische Adaptionen durch internationale Modedesigner hier in Hamburg eindrucksvoll auf magentaroten Podesten präsentiert werden! Da unser Bloggerinnen-Team zur Zeit intensiv an der Vorbereitung einer Fotostrecke zum „Kleinen Schwarzen“ arbeitet (demnächst:„Dekadenblick“!), wäre hier Ihr außergewöhnliches Gespür für eine aktuelle Umsetzung des Konzepts zur Optimierung unserer Vorstellungen gefragt!

Dass auch Sie selbst den öffentlichen Auftritt nicht scheuen und sich gekonnt und selbstbewusst in Szene setzen können, zeigen Ihre lebhaften Redebeiträge im Filminterview, deren Inhalte mit unserer Blog-Philosophie übereinstimmen: „Wer versucht sich durch Kleidung zu `verjüngen`, macht sich älter!“ und “Mode ist vergänglich, Stil bleibt!”. Ihr filmisches Portrait sollte ein unabdingbares “Muss” für jeden Ausstellungsbesucher sein, denn hier ist es ein Genuss zu verfolgen, wie es Ihnen gelingt, Ihrem Markenzeichen von demonstrativer Einfachheit in Verbindung mit Raffinesse und Eleganz, selbst zu entsprechen! Das, gepaart mit einer grandiosen Selbstinszenierung, die auch der zeitgenössischen Frau (unterschiedlicher!) Altersklassen nicht ganz fremd sein dürfte, ergibt ein herrliches Stilportrait Ihrer schillernden Persönlichkeit!

Gesprächsbedarf bestünde jedoch hinsichtlich zukünftiger Kreationen von Schmuck und Modeschmuck. Die in Zusammenarbeit mit den Werkstätten Gripoix oder Robert Goossens entstandenen Schmuckstücke, in der Austellung zu sehen, zeigen Ihren Hang zur üppigen „Dekoration“, ganz im Gegensatz zur sonst gepflegten relativen Schlichtheit der Kleidung. Ihre Nachbildungen historischer Entwürfe sind in ihrer farbigen Üppigkeit prächtig anzusehen, sollten jedoch als Anregung verstanden werden, aktuelle Interpretationen und Formvarianten folgen zu lassen.

Da Sie mit Ihrem Basisentwurf „2.55“ (Monat und Entstehungsjahr) einen Klassikern unter den Taschen geschaffen haben und so wesentlich dazu beitrugen,Vorstellungen aus dem Bereich “Design” (Lippenstiftfach, Geheimfach für Liebesbriefe…) auch für Handtaschen gekonnt umzusetzen, wären wir an einem Abgleich unserer Vorstellungen mit Ihren besonders interessiert.Die Fortentwicklung des ursprünglichen Entwurfs im Jahr 2001 (der sog. „Jackentasche“) durch den Mitarbeiter Ihres Hauses, Herrn Karl Lagerfeld, erscheint uns hier außergewöhnlich gut gelungen und ist ein Highlight der Ausstellung! Gern würden wir, sollte sich eine Gelegenheit ergeben und der Markt noch über Original-Exemplareverfügen, dieses Taschenmodell testen und in unserem Blog vorstellen!

Nach Rücksprache mit unseren Teamkolleginnen sind wir uns grundsätzlich einig, dass wir uns eine Zusammenarbeit mit Ihnen oder Leitungskräften (u. U. mit Herrn Lagerfeld) Ihres traditionsreichen Hauses gut vorstellen können, zumal Sie über weitreichende Kontakte auch im Ausland oder sogar darüber hinaus (Mode-Olymp!?) verfügen.

Selbstverständlich ist es auch uns nicht verborgen geblieben, dass Sie seit längerer Zeit nicht mehr persönlich zu sprechen sind, dennoch würden wir uns über ein Zeichen der Inspiration freuen und verbleiben in hoffnungsfroher Verbundenheit!

Ute Knaup

(IKNMLO- Team)

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