Ich kann nicht mehr leben ohne

Life & Style

Ikonen: Isabelle Eberhardt

Ikonen: Isabelle Eberhardt
Die Perspektive einer jungen Frau aus einer großbürgerlichen russischen Emigrantenfamilie in der Schweiz hieß um 1900: Heirat und Unterordnung. Diese Vorstellung war für Isabelle Eberhardt (1877-1904) ein Graus. Schon als Kind sprach sie, die nie zur Schule ging, sondern von ihrem Vater zu Hause unterrichtet wurde, zahlreiche Sprachen und las den Koran im Original.… weiterlesen

Ikonen: Ingeborg Bachmann

Ikonen: Ingeborg Bachmann
Ingeborg Bachmann (1926-1973) erregte als junge Autorin in der Literaturszene der 50er Jahre Aufsehen. „Viel blondes Haar, sanftbraune Augen“, urteilte „Der Spiegel“ kennerisch, als er der 28Jährigen 1954 eine Titelgeschichte widmete. In der grauen Nachkriegszeit war sie mit ihren dreireihigen Perlenketten, elegant gebundenen Halstüchern und schmalen, ärmellosen Sommerkleidern eine glanzvolle Erscheinung.… weiterlesen

Ikonen: Else Lasker-Schüler

Ikonen: Else Lasker-Schüler
Eigentlich war Else Lasker-Schüler eine jüdische Bankierstochter aus Elberfeld. Geboren 1869. Assimiliertes deutsches Bürgertum, Klavier, Gouvernante, Samtröckchen. Darunter trug sie eine rote Hose, denn Mädchenkleider fand sie nicht schön. Wenig später ging sie nach Berlin, frequentierte die Cafés, schrieb Gedichte, heiratete, ließ sich scheiden, heiratete erneut, hatte einen unehelichen Sohn und wurde zur Bohemienne mit exzentrischen Zügen.… weiterlesen

Ikonen: Elfriede Jellinek

Ikonen: Elfriede Jellinek
Elfriede Jelinek (geb. 1946 in Wien) ist eine äußerst extravagante Erscheinung, groß und schlank, bis zur Provokation modisch gekleidet, mit Trümmerfrauen-Frisur und dem 2004 verliehenen Literaturnobelpreis. Die Urwiener Lust an der Inszenierung kommt in ihrer überbordenden Sprache ebenso zum Tragen wie in ihrer Art, ihr äußeres Erscheinungsbild zu verändern: zur Zigarillo rauchenden Frau in Lack und Leder, zur mondänen Grande Dame im roten Samtanzug, zum Girlie mit Zöpfen, Baskenmütze und Trainingsjacke und – wie in den letzten Jahren durchgehend – zur Intellektuellen im skulpturenartigen „Miyake-Jackerl“.… weiterlesen

Ikonen: Edith Sitwell

Ikonen: Edith Sitwell
Edith Sitwell (1887-1964), Mitglied des englischen Adels und Dichterin der Avantgarde, entsprach nicht dem weiblichen Schönheitsideal ihrer Zeit – zu groß, zu flach. Sie sah darin jedoch im Gegensatz zu ihren entsetzten Eltern keinen Nachteil, den es zu verbergen galt, sondern eine Chance zur „höchstmöglichen Stilisierung“ der eigenen Person.… weiterlesen

Ikonen: Colette

Ikonen: Colette
So kennt man die Belle-Epoque-Autorin Colette (1873-1954) von Fotos der fünfziger Jahre: Umgeben von ihren Katzen, schwer arthritisch, aber hoch diszipliniert in ihrem Bett sitzend, vor dem speziell angefertigten Bettschreibtisch, auf dem auch das Schminktöpfchen nicht fehlte. Wuscheliges Kraushaar, in luxuriösen Seidenkaftanen, einen Samtschal um die Schultern gelegt – und immer, immer von schwarzem Khol umrandete, funkelnde Augen im dick zugepuderten Gesicht.… weiterlesen

Was trägt man eigentlich … wenn man Professorin wird?

Was trägt man eigentlich … wenn man Professorin wird?
Und dann war es auf einmal so! Da kam der Brief vom Kanzler der Uni und sagte mir schwarz auf weiss, dass ich nun Professorin bin. Im ersten Moment konnte ich es kaum glauben. Wie sicher bei so vielen Dingen im Leben: obwohl man genau darauf hingearbeitet hat, obwohl man es sich gewünscht hat, obwohl es das Ziel war, ist man zuerst einmal einfach baff, wenn es dann wirklich so kommt.… weiterlesen

Ich kann nicht mehr leben ohne … Wiesenblumen

Ich kann nicht mehr leben ohne … Wiesenblumen
Im Sommer kann man auf Wiesen und am Rand von Feldern die schönsten, leichtesten und tuffigsten Blumen finden. Auf jedem Spaziergang könnte man einen Armvoll pflücken. Könnte – so wie ich Ihnen jetzt auch erzählen könnte, dass ich mir heute schon vor dem Frühstück den Strohhut aufgesetzt habe, um durch die sonnigen Wiesen und Felder zu streifen.… weiterlesen

GNTM, Beth Ditto und warum wir Mädchen mit Eiern brauchen

GNTM, Beth Ditto und warum wir Mädchen mit Eiern brauchen
1995 konnte man 16 Jahren am Strand auch so aussehen … Kürzlich sah ich Beth Ditto im Fernsehen. Es war in der Halbzeit des Relegationsspiels Wolfsburg – Braunschweig, als mein Mann, der naturgemäß auch meine etwas schrägen Neigungen kennt, für ein paar Minuten Germany‘s Next Topmodel (das Finale!)  für mich einschaltete. … weiterlesen

Bei Chanel in der P.C.Hoofstraat Amsterdam

Bei Chanel in der P.C.Hoofstraat Amsterdam
Einkaufsstraßen sehen inzwischen überall auf der ganzen Welt gleich aus. Dem wollte das niederländische Architekturbüro MVRDV entgegenwirken, als es den Auftrag erhielt, auf der Edel-Shoppingmeile Amsterdams ein Geschäftshaus für Chanel zu planen. Das Straßenbild der PC Hooftstraat – ursprünglich eine Wohngegend – ist geprägt von roten Backsteinfassaden und weißen Fensterrahmen.… weiterlesen

Wie trägt man eigentlich… einen Organspendeausweis?

Wie trägt man eigentlich… einen Organspendeausweis?
Wenn man wie ich einen großen Teil seiner Wochenenden, Feiertage und Urlaube in einem Kinderherzzentrum verbracht hat, dann denkt man zwangsläufig über das Thema Organspende und Organspendeausweis nach. Und natürlich sind das schreckliche und schwierige Gedanken, denn mit dem eigenen Tod möchte man sich am liebsten gar nicht beschäftigen, genau so wenig wie mit dem Tod eines Menschen, den man liebt.… weiterlesen

Fashion-Alarm: Jeff Koons und Louis Vuitton

Fashion-Alarm: Jeff Koons und  Louis Vuitton
(Fotos: links: Weekender-Tasche Mona Lisa, rechts: Jeff Koons und seine Frau Justine Wheeler bei der Taschenpräsentation in Paris)Jeff Koons, 62, ist ein amerikanischer Künstler, der zu großem Reichtum gekommen ist, obwohl sich seine Kreativität in Grenzen hält. Bekannt wurde er vor allem durch seine blankpolierten, goldenen, alle Preisrekorde brechenden Pudel.… weiterlesen

Tom Dixons Kooperation mit Ikea

Tom Dixons Kooperation mit Ikea
Eigentlich brauche ich einen neuen Kühlschrank, aber jetzt geht mir diese smarte Couch aus Aluminium nicht mehr aus dem Sinn. Sie ist geometrisch, zeitlos, filigran und hat einen extrem hohen Coolnessfaktor. Was auch daran liegt, dass sie aussieht, als sei sie geeignet für drinnen und draußen, ein leichtes Urlaubsmöbel, das jeden Raum aussehen lässt, als sei eine schnittige Motoryacht mitten in einem Strandhaus auf Long Island zum Halten gekommen.… weiterlesen

Habe ich das Leben lieb genug? Warum wir ab und zu eine Checkliste machen sollten…

Habe ich das Leben lieb genug? Warum wir ab und zu eine Checkliste machen sollten…
Kürzlich bekam ich einen Anruf. Ein ehemaliger Kollege rief mich im Büro an. Wir hatten dreieinhalb Jahre denselben Arbeitgeber und in dieser Zeit ein Verhältnis zueinander entwickelt, dass ehrlich und freundschaftlich war. Bei halbheimlichen gemeinsamen Zigaretten sprach man über Privates und man litt zusammen in den wöchentlichen Abteilungsleiter-Meetings (Hunger und geistige Not).… weiterlesen

10. Ladies´ Lunch bei Annabelle Gräfin von Oeynhausen-Sierstorpff

10. Ladies´ Lunch bei Annabelle Gräfin von Oeynhausen-Sierstorpff
Das 235 Jahre alte, mehrfach ausgezeichnete „Gräflicher Park Grand Resort“ in Bad Driburg ist wie geschaffen für diese exklusive Veranstaltung: Zum 10. Mal bat Hausherrin Annabelle Gräfin von Oeynhausen-Sierstorpff zu ihrem Ladies´ Lunch. 130 Damen aus Kultur, Wirtschaft, Medien und Gesellschaft waren entzückt, denn sie erhielten einen der begehrten Plätze.… weiterlesen